Berlin – Babylon

Berlin – Babylon

Eine deutsche Faszination

WAT [770]. 13.3.2017
272 Seiten. 12 x 19 cm. Broschiert. Mit vielen Abbildungen
15,90 €
ISBN 978-3-8031-2770-9
zur Zeit nicht lieferbar

Aus »Spree-Athen« wurde um 1900 »Babylon Berlin« – die Begeisterung für das alte Mesopotamien hinterließ in der neuen deutschen Hauptstadt tiefe Spuren. Literarische, politische und wissenschaftliche Texte sowie zahlreiche Bilder dieser Zeit spiegeln die enorme Verführungskraft des Mythos Metropole.

»Berlin – Babylon« ist in den Jahrzehnten nach 1900 ein gebräuchliches Begriffspaar, der Vergleich der modernen Großstadt Berlin mit der antiken Metropole Babylon war allgegenwärtig. Bis heute, bis zur demnächst erscheinenden Verfilmung der Romane von Volker Kutscher durch den Regisseur Tom Tykwer – Titel: »Babylon Berlin« – hat diese Verbindung ihre Faszination behalten.

An ihrem Anfang stand ein regelrechter Babylon-Boom in den Künsten und Wissenschaften: Der babylonische Turm wurde zum Vorbild der Hochhausarchitektur, babylonische Keilschriften und Reliefs prägten die Ornamentik des späten Jugendstils, in Berlin wurden das Kino Babylon eröffnet und das Ischtartor samt Prozessionsstraße wieder aufgebaut, mit passendem Museum gleich dazu.

Andrea Polaschegg und Michael Weichenhan haben die wichtigsten und erstaunlichsten Textzeugnisse sowie zeitgenössische Illustrationen, Architekturentwürfe und Karikaturen ausgewählt, die die babylonische Verwirrung und Verknüpfung zwischen Literatur, Architektur, Wissenschaft, Film, Politik und Gesellschaft sichtbar werden lassen. Autoren sind unter anderem Alfred Döblin, Karl May, Kaiser Wilhelm II., Georg Heym und Paul Scheerbart.

Michael Weichenhan

Michael Weichenhan

Michael Weichenhan ist Wissenschaftshistoriker. Er studierte Theologie, lateinische Philologie und Geschichte der exakten Wissenschaften in Berlin und Hamburg. Er lehrt unter anderem an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main und war wissenschaftlicher Mitarbeiter im Sonderforschungsbereich »Transformationen der Antike« an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Andrea Polaschegg

© privat

Andrea Polaschegg

Andrea Polaschegg ist Professorin für Neuere deutschsprachige Literatur an der Karl-Franzens-Universität Graz. Sie hat in Bochum und Berlin Literaturwissenschaft, Linguistik und Islamwissenschaft studiert. Bis Dezember 2016 war sie Professorin an der Humboldt-Universität zu Berlin und Teilprojektleiterin im dortigen Sonderforschungsbereich »Transformationen der Antike«.
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