Wie unterschiedliche Gemütslagen das künstlerische Schaffen beeinflussen, schildert Vasari am Beispiel Daniele da Volterras. Mit den Malern Taddeo und Federico Zuccaro beschreibt er eines der bekanntesten Brüderpaare der Kunstgeschichte. Der Maler und Bildhauer Daniele da Volterra (1509–1566) wird von Vasari zum Gegenbild Michelangelos stilisiert: Man sehe seinen Werken die Anstrengung an, mit der sie geschaffen worden seien, während Michelangelo es verstanden habe, die Dinge so darzustellen, dass sie ohne Mühe gemacht zu sein scheinen. Vasari verschweigt freilich, dass Daniele nicht nur ein ernstzunehmender Konkurrent war, sondern auch einer der engsten Vertrauten Michelangelos, worum Vasari ihn sicher beneidete. |
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EDITION GIORGIO VASARI


