Mit Perino del Vaga stellt Vasari nicht nur einen der einflussreichsten Künstler seiner Zeit vor, sondern auch seinen wichtigsten Konkurrenten um die Gunst der mächtigen Auftraggeber am päpstlichen Hof in Rom. Perino del Vaga (1501–1547) wird von Vasari als geradezu vorbildlicher Künstler beschrieben: Schon als junger Mann wollte er unbedingt nach Rom reisen, um dort die berühmten antiken und modernen Kunstwerke zu studieren. Dort angekommen, trat er bald in die Werkstatt Raffaels ein, orientierte sich aber zugleich an den Werken Michelangelos und wurde so zu einem der wichtigsten Vertreter des sogenannten neuen römischen Stils, der »maniera nuova di Roma«. Am Beispiel Perino del Vagas schildert Vasari auch den Wettstreit zwischen den Kunstmetropolen Rom und Florenz. Perino selbst wusste seinen Platz wohl zu finden: Nachdem er einige Jahre in den Diensten Andrea Dorias in Genua gestanden hatte, führte er in seinem letzten Lebensjahrzehnt – wie zuvor sein Meister Raffael – die wichtigste Künstlerwerkstatt in Rom und avancierte zum Hofkünstler der mächtigen Farnese. |
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EDITION GIORGIO VASARI


