»Der vielbeschworene produktive Austausch zwischen Wissenschaften und Künsten hier wurde er Ereignis.Ein Komponist verlangt einem Neurophysiologen mit seinen hartnäckigen Fragen Überlegungen ab, die in Neuland führen.«
Wolf Lepenies
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Motorische Intelligenz Zwischen Musik und Naturwissenschaft Herausgegeben von Reinhart Meyer-Kalkus. KKB. 2007112 Seiten. Gebunden Mit Abbildungen. 19,50 € ISBN 978-3-8031-5175-9 sofort lieferbar bestellen |
Dokumente eines ungewöhnlichen und faszinierenden Gedankenaustauschs.
Was hat die zeitgenössische Musik mit Neurobiologie zu tun?
Die Verbindung von naturwissenschaftlicher und musischer Begabung ist fast schon sprichwörtlich. Unter Mathematikern, Physikern und Medizinern gibt es auffallend ausgeprägte Musikkenntnisse.
Der »Jahrhundertkomponist« György Ligeti, wie ihn DIE ZEIT nannte, erzählt von seinem Schülertraum, zwei Berufe gleichzeitig auszuüben, Naturwissenschaftler und Komponist, und betrachtet die organische Chemie als wichtigste Quelle seiner kompositorischen Phantasien.
Der Zoologe Gerhard Neuweiler stellt die Basisfrage der Evolutionsforschung: Was ist der grundlegende Unterschied zwischen Affe und Mensch? Und kommt zu dem verblüffenden Schluss, dass die Antwort weniger bei den kognitiven Fähigkeiten als bei der motorischen Intelligenz zu suchen sei.
Diese Antwort entstand in Diskussionen: Wie kann die neurowissenschaftliche Forschung Aufschluss über Phänomene wie die metrische Komplexität virtuosen Klavierspiels geben?