Medusa

Medusa

Die schreckliche Schöne

Aus dem amerikanischen Englisch von Matthias Wolf

SALTO. 2016
144 Seiten. Rotes Leinen. Fadengeheftet
18,– €
ISBN 978-3-8031-1320-7
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Medusa, das Schlangenhaupt: schaurig und betörend schön, erotisch und furchteinflößend, abstoßend und trotzdem unwiderstehlich – was hat es mit der rätselhaften Figur aus dem griechischen Mythos auf sich, die Künstler zu allen Zeiten inspiriert hat?

Medusa tötet. Wer es wagt, ihr ins Gesicht zu schauen und ihrem Blick zu begegnen, erstarrt zu Stein. Dank eines spiegelnden Schildes konnte Perseus sie schließlich besiegen, so die mythologische Überlieferung.

Der Dichter Dante war der Erste, der in Medusa einen erotischen, männermordenden Vamp sah. In den folgenden Jahrhunderten bannten Maler und Bildhauer ihrerseits das schreckliche Antlitz auf Leinwand oder in Stein – und gaben damit den dunklen Seiten der eigenen Existenz ein Gesicht. Die Romantiker stilisierten Medusa zur exotischen Femme fatale oder zur sinnlichen Nymphe mit langem rotem Haar, Frauen sahen in ihr ein Opfer männlicher Gewalt. Heute ist das Medusenhaupt eines der Markenzeichen des Modehauses Versace. Der Schlangenkopf als niedliches Accessoire in luxuriösen Interieurs?

David Leeming folgt der schaurigen Schönen durch die Kulturgeschichte und fragt, was der grausame Mythos über uns erzählt und wie wir uns die Medusa der Gegenwart vorstellen – etwa als Darth Vader in Star Wars. Denn der Blick der Medusa fesselt bis heute.

David Leeming

© privat

David Leeming

David Leeming ist emeritierter Professor für englische -Literatur und Komparatistik an der Universität von Connecticut. Er ist Autor zahlreicher Bücher über Mythologie, darunter The Oxford Companion to World Mythology. Leeming lebt in Rhinebeck, New York.

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