Bücher

Pressestimmen


»Piglias Roman ist die Geschichte eines radikalen Aufbegehrens und einer radikalen Verweigerung. Wie die Lunte einer just gezündeten Bombe zischt die Geschichte, die aus Zeugenaussagen, Erzählerstimme, Gedankengängen und Dialogen zusammengesetzt ist, durch das 192 Seiten starke Buch bis zum explosiven Finale. Der Roman ist ein Adrenalin-Trip erster Klasse.«

Frankfurter Rundschau

»Dieses Buch hat eine eigentümliche Vielschichtigkeit: spannende Kriminalhandlung, soziale Fallgeschichte ganz unterschiedlicher Täter und verstörende Parabel, die ein Ganovenstück zum nihilistischen Exzess steigert. Mit diesem Buch – es ist das erste des Autors in deutscher Sprache – hat der Wagenbach Verlag eine interessante Entdeckung gemacht.«

Süddeutsche Zeitung

»Es ist ein seltsames Kunststück, das Piglia hier zustande bringt. Seine bösen, gefährlichen und vollkommen amoralischen Helden bringt er seinen Lesern – auf Augenhöhe, auf Hörweite – so nah, dass man beinahe wie beiläufig in die Falle tappt: die Identifikation mit den Monstren. Dazu gehören Einblicke in das Innenleben der Pistoleros, so spekulativ diese auch sein mögen. Und, was viel wichtiger ist, die Einblicke in die korrupte und politisch wie sozial zerrissene Gesellschaft, die der Peronismus hinterlassen hat.«

Neue Zürcher Zeitung

»“Was ist der Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?“ – Piglia hat Bertolt Brechts Frage seinem Buch vorangestellt. Er hat keinen sozialromantischen Heldenroman geschrieben, kein Epos von Umverteilung und Gerechtigkeit, sondern ein kaltblütiges Lehrstück über den Kapitalismus.«

die tageszeitung

»Piglias romanhafte Reportage gewinnt ihre Bannkraft und ihren abgründigen Sog vor allem daraus, dass sie den heroischen Wahn weitgehend aus der Sicht und in der Sprache der Täter wiedergibt. Amoralische Tatsachen-Literatur als wahre Provokation: ein starkes Stück.«

Der Spiegel

»Brennender Zaster ist der erste Roman Piglias, der hier zu Lande erscheint – hervorragend übertragen in ein leicht angestaubtes Deutsch von Leopold Federmair. Was auf den ersten Blick lediglich wie ein sehr guter, etwas ungewöhnlicher Kriminalroman anmutet, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als mehr, nämlich eine beängstigend wasserdichte Fabrikation. In beiden Amerikas wird Ricardo Piglia (der lange in den USA lehrte) als Nachfolger Jorge Luis Borges` – des Meisters der fingierten Chroniken – gehandelt. Der Wagenbach Verlag, diese schlauen Füchse, erwähnen diesen Umstand mit keinem Wort.«

Berliner Zeitung

»Ein rabiater Gangsterroman, der die Forderung Jorge Luis Borges' nach einem authentischen Gaucho-Roman mit den Mitteln Roberto Arlts einlöst. Fasten Seat Belts! wenn Sie dieses Buch aufschlagen.«

Literaturen

»Was einsetzt wie ein von Tarantino inspirierter Krimi, erweist sich schnell als ein dramaturgisch brillant konstruierter Roman über einen authentischen Fall, der vor vierzig Jahren die Öffentlichkeit Argentiniens und Uruguays verstörte. Piglia bezeichnet ihn im Nachwort als argentinische Form einer griechischen Tragödie, weil die Verbrecher in aussichtsloser Situation Widerstand geleistet und den Tod als Schicksal gewählt hätten.«

Die Weltwoche

Pressestimmen
ISBN 978-3-8031-315-3
erschienen 2001