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Wir waren zehn und trugen alle denselben Namen: Compañero. Außer mir. Mich nannten sie Pintor. Zusammen bildeten wir im trüben Licht gleich hinter der Plaza so etwas wie einen Kreis um einen toten Hund. Alles war in Nebel gehüllt. Unser erster revolutionärer Akt, unsere erste Verlautbarung an die Nation. Wir hängten Hunde an alle Straßenlaternen und versahen sie mit wütenden markigen Slogans, Sterbt, ihr kapitalistischen Hunde, und dergleichen. Wir ließen die Hunde hängen, die Menschen sollten sehen, welcher Fanatismus in uns steckte. Mittlerweile ist klar, dass wir niemanden sehr verängstigten, sondern die Leute eher verärgerten und ihnen nur unsere merkwürdige Manie, unsere Verehrung frivoler Gewalt vor Augen führten. Die Angst kam später. Straßenhunde ermorden in den trüben grauen Stunden vor Sonnenaufgang, am Morgen des Unabhängigkeitstages, dem 28. Juli 1979. Anständige Menschen schliefen, wir aber machten Krieg, formten ihn mit unseren Händen, unseren Messern und unserem Schweiß. Alles lief gut, bis uns die schwarzen Hunde ausgingen.
Einer der Compañeros hatte angeordnet, dass alle Hunde schwarz zu sein hätten, und es stand uns nicht zu, dies in Frage zu stellen. Eine ästhetische Entscheidung, keine praktische. In Lima gibt es einen schier unerschöpflichen Bestand an Kötern, doch nicht alle sind schwarz. Gegen zwei Uhr kippten wir schwarze Farbe auf beige, braune und weiße Köter, die sich mit rötlichem Fell in letzten Atemzügen wanden. Aufgrund meines einstigen Talents mit dem Pinsel übertrug man es mir, die nicht ganz Schwarzen anzumalen.

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ISBN 978-3-8031-324-1
erschienen 2012