Konflikt Natur

Konflikt Natur

Ressourcenausbeutung in Lateinamerika

Politik. 2017
144 Seiten. 12 x 19 cm. Broschiert
12,– €
ISBN 978-3-8031-2767-9
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Lateinamerika ist der artenreichste Kontinent – und auf bestem Wege, diesen immensen Schatz für immer zu zerstören. Alles, was sich zu Geld machen lässt, wird dem Boden entzogen, mit unabsehbaren Umweltschäden.

Raubbau an der Natur hat eine lange traurige Geschichte in Lateinamerika, beginnend mit der Kolonialzeit. Auch heute setzen die Regierungen, gerade die vermeintlich linken, massiv auf die Gewinnung von Rohstoffen. Überall auf dem Kontinent wird der Bergbau erleichtert und der mühsam errungene Schutz für Umwelt und indigene Orte ausgehebelt. Dass die Naturressourcen endlich sind und die Rohstoffpreise extrem schwankend, will dabei niemand zur Kenntnis nehmen. Das macht die ungebremst zerstörten Natur- und Lebensräume zu gewaltvollen Konfliktgebieten unter dem Diktat des Weltmarkts.

Gleichzeitig ist Lateinamerika aber auch eine Werkstatt alternativer Ansätze und kann vielerorts auf gut organisierte zivilgesellschaftliche Bewegungen setzen. Deren Solidarität mit Kleinbauern, Indigenen, aber auch Arbeitern im Bergbau ist ein Garant dafür, dass der Widerspruch gegen dieses gefährliche Spiel mit Lateinamerikas Zukunft nicht verstummen wird.

Dawid Danilo Bartelt

Dawid Danilo Bartelt

Dawid Danilo Bartelt, 1963 geboren, studierte in Bochum, Hamburg, Recife (Brasilien) und Berlin, wo er als Historiker über den Canudos-Krieg 1897 im Nordosten Brasiliens promovierte. Danach arbeitete er acht Jahre lang als Pressesprecher der deutschen Sektion von Amnesty International. Von 2010-2016 leitete er das Brasilienbüro der Heinrich-Böll-Stiftung in Rio de Janeiro, ab 2017 das Büro in Mexiko-Stadt.

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