Ein anarchistischer Bankier

Ein anarchistischer Bankier

Aus dem Portugiesischen übersetzt und mit einem Nachwort von Reinhold Werner

SALTO. 2006
96 Seiten. 11 x 21 cm. Rotes Leinen. Fadengeheftet. Gebunden mit Schildchen und Prägung. Mit Abbildungen
16,– €
ISBN 978-3-8031-1236-1
zur Zeit nicht lieferbar

Die wahren Anarchisten werden Bankiers. Eine verblüffende Erkenntnis, überzeugend vorgetragen von dem großen portugiesischen Autor Fernando Pessoa.

Von einem Freund befragt, gibt »ein großer Händler und ehemaliger Schieber« Auskunft über seinen Aufstieg vom einfachen Arbeiter zum wohlhabenden Bankier. Aber auch über seine anarchistische Gesinnung, die er nie aufgegeben hat. Mit verblüffend schlüssiger Logik legt er seinem fassungslosen Zuhörer dar, dass diesem Aufstieg eine anarchistische Methode zugrunde liegt: »Geld zu erwerben, es in so großer Menge zu erwerben, dass sein Einfluß nicht mehr spürbar werden konnte.«

Der einzig logische Schluss kann denn auch nur lauten: Der wahre Anarchist muss Bankier werden, der wahre Bankier ist konsequenter Anarchist.

Reinhold Werners Nachwort, das sich mit Leben und Werk Fernando Pessoas beschäftigt, ist zugleich eine editorische Erläuterung eines ungewöhnlichen Textes, der zu den wenigen gehört, die Pessoa selbst veröffentlicht hat.

Fernando Pessoa

© J. A. Negreiros

Fernando Pessoa

Fernando Pessoa, geboren 1888 in Lissabon, gilt als der bedeutendste moderne Autor Portugals. In Südafrika aufgewachsen, kehrte er mit 17 Jahren nach Lissabon zurück, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1935 eine unscheinbare Existenz als Außenhandelskorrespondent führte. Er selbst publizierte nur wenig, sein literarischer Ruhm setzte mit der Veröffentlichung seines Nachlasses ein, der 27.453 Manuskripte umfasst, darunter Lyrik, dramatische Skizzen und Essays.

»Diese Erzählung ist ein sophistisch ausgeklügeltes Meisterwerk.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung
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