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»Ullrich will die Kunst von ihrem pathetischen Größen-Anspruch befreien und den Kunstbetrachter von seiner autoritätsstarren Andacht vor dem Werk.« Hanns- Josef Ortheil, Die Literarische Welt
Nachdem Wolfgang Ullrich in mehreren Büchern die Entleerung des Kunstbegriffs kritisch betrachtet hat, ist er diesmal voll des Lobes: er würdigt die Reproduktion, die häufig eine Weiterentwicklung und Vollendung des Originals ermöglicht. Längst spielen Reproduktionen eine viel größere Rolle im Umgang mit Kunst als die Originale. Ullrich erklärt, wie es dazu kam und warum das so ist: Sein neues Buch ist eine ziemlich unverhohlene Hommage auf das Reproduktionswesen. Er zeigt, wie Künstler ihre Ideen in Reproduktionen oft genauer realisieren konnten als im Original und wie sich Kunst in reproduzierter Form inszenieren lässt und damit neue Dimensionen der Wirkung entfaltet. |
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