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»Die Modekrankheit In Berlin, der Residenza, Auch in Wien und in Florenza, In Neapel, Piacenza Ohne eine ReferenzaIst sie da, die Influenza.«
Ems- Zeitung, 7. Januar 1890
Tollkirschen und Quarantäne Tollkirschen und Quarantäne
Die Geschichte der Spanischen Grippe
Sachbuch. 2008
128 Seiten. Gebunden mit Schutzumschlag
Mit Abbildungen
16,90 €
ISBN 978-3-8031-3628-2
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300.000 Tote im Deutschen Reich, bis zu 50 Millionen weltweit: die Bilanz der Spanischen Grippe. Wilfried Witte dokumentiert die Fakten in einem brillant geschriebenen Buch.

»Spanische Grippe«, so hieß die verheerendste Grippe-Epidemie der Moderne – und zwar, weil als einer der Ersten der spanische König an ihr erkrankte. Während die Bürger San Franciscos nur noch mit Schutzmasken herumlaufen, die Schulen im Deutschen Reich und in Frankreich geschlossen und von der Südsee bis Afrika Quarantänen verhängt werden, versuchen Ärzte weltweit vergeblich, dem Erreger auf die Spur zu kommen. Aderlässe und Blutegel kommen zu neuen Ehren, Heidelberger Pathologen sezieren violett und schwarz verfärbte Leichen mit blutroten Lungen (Tuberkulosekranke wie Franz Kafka trifft die Grippe besonders hart), ein bulgarischer Naturheiler braut aus Tollkirschen ein Wundermittel gegen die Kopfgrippe und ein Kasseler Arzt gründet mit Unterstützung der italienischen Königin eine Spezialklinik.
Und dann gibt es da auch noch die infizierten Schweine und Vögel …

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