Geister

Geister

Roman

Aus dem Italienischen von Hinrich Schmidt-Henkel

Quartbuch. 2001
420 Seiten. Gebunden
20,50 €
ISBN 978-3-8031-3156-0
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Ein höchst phantasievoller Roman über unsere Zukunft, die Zauberin Melinda, eingefrorene Geister und einen videobesessenen Präsidenten.

Kinder werden mit Hubschraubern zur Schule gebracht, die Kommunikation findet über Kopfhörer und Satelliten statt, die Weltkugel rast um sich selbst. »Per Anhalter durch die Galaxis« war der reinste Sonntagsspaziergang gegen diese unaufhaltsame Höllenfahrt.
Präsident Morton Max bereitet auf der Insel, über die er herrscht, ein Megakonzert vor: zum zehnjährigen Jahrestag des »gerechten virtuellen Krieges«. Aber ein Vulkanausbruch und der Aufstand der Geister vermasseln das Großereignis.
Und von ferne grüßen die armen Teufel aus Dantes Höllenkreisen.
Die wahre Macht ist unsichtbar, und die Welt geht anders unter, als man denkt. Gott sei dank!

Stefano Benni

© Gunter Glücklich

Stefano Benni

Stefano Benni wurde 1947 in Bologna geboren, wo er auch heute noch lebt. 1981 publizierte er seinen ersten Lyrikband, erlebte jedoch den literarischen Durchbruch erst zwei Jahre später mit seinem Science-Fiction-Roman Terra. Seither zählt Benni zu den erfolgreichsten und bekanntesten Autoren Italiens, wo von seinen Büchern – Romane, Erzählungen und Gedichte – mehr als 2,5 Millionen Exemplare verkauft wurden. Seit 1992 hat er zudem zahlreiche Theaterstücke verfasst, von denen die meisten am Teatro dell'Archivolto in Genua uraufgeführt wurden. 1989 führte er Regie bei dem Film Musica per vecchi animali. Benni schreibt regelmäßig Kolumnen für Panorama und die Tageszeitung Il Manifesto.

»Vorsicht, seine Geister, zumal in solch vorzüglicher Übersetzung wie der von Hinrich Schmidt-Henkel, machen süchtig!« Christoph Klimke, Die Welt

Pressestimmen

»Geister ist eine glänzend erzählte Mischung aus Apokalypse, Märchen und Ritterepos.

Wie auf einer Website öffnet Benni Symbol um Symbol, klickt sich von Link zu Link, von Mikrogeschichte zu Minilegende und führt dem Leser so etwas wie eine unendliche Semiose vor. So gebiert jedes Zeichen ein weiteres Zeichen, bis schließlich das Gute über das Böse siegt. Literarischer Voodoo eben.«

Maike Albath, Neue Zürcher Zeitung

»Benni hat in diesem Text die erzählerischen Momente seiner früheren Bücher zu einem großen Ganzen vereint. In einem Weltroman, möchte man meinen, der vom politischen und wirtschaftlichen Straucheln der Weltgesellschaft auf einer Autobahn namens Neoliberalismus erzählt. Hinrich Schmidt-Henkel muß ob des zügellosen Sprachwitzes bei der Übersetzung ein Meer von Freudentränen und Schweiß vergossen haben.«

Martin Droschke, Tages-Anzeiger

»Stefano Bennis Kunst ist nie die des erhobenen Zeigefingers, sie ist vielmehr ein höllisches Vergnügen.«

Christoph Klimke, Die Welt

»Benni zieht alle Register, nimmt die Sprache des Militärs, der Politik und der Medien aufs Korn – in einer Übersetzung, die dem Vulkan an sprachlichem Einfallsreichtum in phantastischer Weise beikommt.«

Sabine Grimkowski, Südwestrundfunk

»In dem Roman Geister hat sich Benni in Phantastik, Witz und Satire zweifellos selbst übertroffen.

Den deutschen Lesern Bennis jedenfalls steht ein großes Leseabenteuer bevor. Dafür sorgt auch die Übersetzung von Hinrich Schmidt-Henkel. Ihm gelang es bravourös, im Deutschen sowohl das von Benni so geliebte Abtauchen in die vulgärsten Sprachschichten nachzuvollziehen als auch für die Spracherfindungen und -entstellungen ein Äquivalent zu finden.«

Franziska Meier, Frankfurter Rundschau

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