Johannes Bobrowski gehört eindeutig zu den ganz großen deutschen Lyrikern, die uns nicht nur von »ihrer« Landschaft, Sarmatien, berichten, sondern durch ihren Formenreichtum auch einen folgenreichen Einfluss auf die Literatur der DDR ausübten. Johannes Bobrowski habe ich ebenfalls zuerst bei S. Fischer (Levins Mühle) und später dann innerhalb der ersten sechs Quarthefte (Mäusefest) veröffentlicht, im Frühjahr 1965, als ich noch die große Hoffnung eines Ost-West-Verlages hatte, deren geheimer Schirmherr Bobrowski war. Wenige Monate später, mit dem plötzlichen Tod Bobrowskis und dem furchtbaren Dezemberplenum des ZK der SED (Ulbricht: »Wir sind ein sauberer Staat, wir dulden keine Anarchisten «), musste ich diese Hoffnung begraben. Klaus Wagenbach |
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