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»Wer künftig nach Neapel reist, sollte Richters Buch im Gepäck haben.« Jörg-Dieter Kogel, börsenblatt
An der dauernden Italiensehnsucht der Deutschen hat Goethes Italienische Reise
großen Anteil. In Neapel kulminieren Glücksgefühl und Befremden des fahrenden
Nordmenschen.
Dieter Richter begibt sich – gewohnt kenntnisreich – auf eine höchst unterhaltsame Spurensuche. » Gestern dacht’ ich: entweder du warst sonst toll, oder du bist es jetzt. « Goethe scheint recht verwirrt gewesen zu sein in Neapel, wie diese Zeilen verraten. Immerhin war Neapel die größte Stadt, die er zeitlebens besuchte, und gegen das laute Straßenleben der süditalienischen Metropole schien ihm Rom wie ein kühler, ruhiger Ort des Nordens. Der Neapel-Kenner Dieter Richter lässt uns an Goethes Befremden, aber auch an seiner Begeisterung teilhaben: über den öffentlichen Charakter des Volkslebens mit Lastträgern, Bootsleuten, Fischern, Eseltreibern und unzähligen Kindern. Über die bunten und bizarren Formen der neapolitanischen Volksfrömmigkeit. |
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