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Pressestimmen Ihr Ton ist leise, melancholisch, manchmal sogar heiter, nie angestrengt oder dramatisch, und sie bevorzugen den erzählerischen Minimalismus, die fantastische Literatur mit strikt argentinischem Bezug, die Revision massenpopulärer Gattungen wie der Science-Fiction oder des Kriminalromans und eine Art von Sittenbild, die sich als sozialer Realismus ausgibt und für gewöhnlich humoristische oder unheimliche Züge trägt. Patricio Pron, WOZ Literatur Die 15 Geschichten in Asado Verbal zeichnen ein vielfältiges Bild Argentiniens, seiner Vergangenheit und seiner Gegenwart, mal bitter-ernst, mal phantastisch, mal skurril – da wird das Begräbnis von Evita, der umhuldigten Mutter der Nation, auf einmal so lustig, dass man am Lachen erstickt. Ein One-Night-Stand mutiert zur Fleisch fressenden Amazone und der weit verbreitete Volksglauben an Wunder in der argentinischen Provinz wird bei Mariana Enríquez in ein bissig-trockenes ‚Correntiner Schauerstück' verpackt. Anne Herrberg, Deutsche Welle Die stilistisch stark divergierenden Erzählungen vermitteln ein komplexes Bild der argentinischen Gesellschaft. Sie handeln von Themen wie Heiligenverehrung, der Leidenschaft für den Tango oder dem Leben eines Regalauffüllers. Diese unterschiedlichen Facetten geben dem Leser einen Eindruck, woraus sich die argentinische Identität zusammensetzt. Zeitlich einzuordnen sind die einzelnen Beiträge mal im perónistischen, mal im gegenwärtigen, einmal sogar in einem futuristischen Argentinien, in dem emotionaler Besitz nur noch ein Phänomen der Vergangenheit ist. Eine Ansammlung von Leseproben, die neugierig macht auf mehr. Laura Backes, Tagesspiegel Asado Verbal bietet eine gelungene Textauswahl und tritt den Beweis an, dass die nachwachsende argentinische Schriftstellergeneration viel zu sagen hat. Wie die Älteren, befassen sie sich mit Gewalt, Ausbeutung, sozialem Protest und politischen Missständen. Auch die Veränderung der Gesellschaft durch Neueinwanderer bewegt sie, nur sind es nicht mehr wie früher Europäer, die in ihren Texten in Argentinien eine neue Heimat suchen, sondern die heutigen Zuwanderer, etwa Chinesen oder Menschen aus südamerikanischen Nachbarländern. Eva Karnofsky, Deutschlandradio |
Asado Verbal Junge argentinische Literatur ![]() ISBN 978-3-8031-263-4 erschienen 2010 |
WAT/Taschenbuch