Die Gärten von Bomarzo

Die Gärten von Bomarzo

Aus dem Niederländischen und mit einem Nachwort von Christian Welzbacher

WAT [830]. ersch. September 2021
160 Seiten. Broschiert
12,– €
ISBN 978-3-8031-2830-0

Kunst? Antikunst? Eine Demonstration der Macht oder Rache an der untreuen Gattin? Hella S. Haasse besuchte den Garten von Bomarzo lange vor der Entdeckung durch die Massen und beschrieb als eine der Ersten die verschlungenen Wege seiner Geheimnisse.

Als Hella S. Haasse 1953 in einer Zeitschriftenreportage zufällig von dem rätselhaften Garten Bomarzo nördlich von Rom erfährt, ist dieser noch weitgehend unbekannt. Sie besucht den Park einige Jahre später mit ihrer Familie und ist fasziniert von der Vielgestaltigkeit der Skulpturen und der Mannigfaltigkeit der Anspielungen. Die ausgestellten Monstrositäten wirken wie aus einem Hexenkessel, andererseits ist der Park ein freundlicher, verschlafener Ort. Der Touristenansturm der letzten Jahrzehnte war zu dieser Zeit nicht abzusehen.

Die »Grote Dame« der niederländischen Literatur sucht nach den damals noch vollkommen nebulösen Ursprüngen des Gartens, sie erzählt die Orsini-Borgia-Fehde, beschreibt die mythischen Hintergründe der ausgestellten Riesen, Drachen, Monster und Feen und deren symbolische Doppeldeutigkeit. Sie sammelt die spärlichen Informationen über die ehemaligen Besitzer und die Legenden über die Geschichte des Labyrinths. Aber wie eine Inschrift im Park besagt: »Bei Nacht und bei Tag sind wir wachsam, zur Stelle zu hüten vor Ungerechtigkeit diese Quelle.«

Hella S. Haasse

© littledutchbook.wordpress.com

Hella S. Haasse

Hella S. Haasse ist eine der bekanntesten niederländischen Autorinnen ihrer Generation. Sie wurde 1918 auf Jakarta geboren und verstarb 2011 in Amsterdam. Viele ihrer Werke beschreiben das Leben in der ehemaligen Kolonie und andere historische Zusammenhänge. Haasse erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Ehrendoktorwürden.

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