Was ich nicht wissen will

Was ich nicht wissen will

Aus dem Englischen von Barbara Schaden

WAT [736]. 2020
112 Seiten. 12 x 19 cm. Broschiert
Buch 11,– € / E-Book 7,99 €
ISBN 978-3-8031-2736-5
als ePub kaufen (7,99 €)

Eine mutige, von keinen außer den eigenen Regeln geleitete Autorin hebt ein wenig den Vorhang: Um für die Welt stark genug, um für das Schreiben gewappnet zu sein, muss man ein paar Reisen unternehmen und auf mancher Rolltreppe den Tränen freien Lauf lassen.

Deborah Levy hat während ihrer Kindheit in Südafrika nur einen einzigen Schneemann gebaut – gemeinsam mit ihrem Vater, der noch am selben Tag wegen seiner Aktivität für den ANC verhaftet und ins Gefängnis gebracht wurde. Als er fünf Jahre später entlassen wird, blickt er sich als Erstes im Garten seines alten Zuhauses nach der Stelle auf dem grünen Rasen um, wo der Schneemann damals gestanden hatte. Während dieser Zeit und im späteren Exil der Familie in England bleibt das junge Mädchen fast stumm, aber sie findet einen anderen Weg, sich auszudrücken.

Wahrscheinlich gerade weil sie einen langen, auch beschwerlichen Weg bis zu ihrem heute beinahe schwerelosen Umgang mit den Worten zurückgelegt hat, wirkt Levys Sprache so klar. Offen, wie nur wenige Erzählerinnen, umreißt sie ihr Leben und ihre Rolle als Schriftstellerin, in der Kollision mit den Anforderungen als Mutter, Tochter, Ehefrau, Freundin.

Deborah Levy

© Jane Thorburn

Deborah Levy

Deborah Levy, 1959 in Südafrika geboren, lebt als Autorin in London. Nach einigen Prosaarbeiten schrieb sie vor allem Drehbücher und Theaterstücke, die unter anderem von der Royal Shakespeare Company aufgeführt wurden. Ihr erstes Buch auf Deutsch Heim schwimmen sorgte weltweit für Furore und war unter den Finalisten des Man Booker Prize 2012.

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