Bildproteste

Bildproteste

Digitale Bildkulturen

Sachbuch. 2019
80 Seiten. Broschiert
10,– €
ISBN 978-3-8031-3688-6
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Wie funktioniert das Selfie als Protestwerkzeug? Erzeugen Bildphänomene im Netz eine globale Community? An Protestbewegungen in aller Welt zeigt Kerstin Schankweiler, welche Dynamiken schnell verbreitete Bilder in Zeiten der Sozialen Medien entwickeln können.

Spätestens seit dem Arabischen Frühling im Jahr 2011 sind die Sozialen Medien als Orte politischen Protests wichtig geworden. Erfolgreiche Protestkampagnen bestehen aus geschickten Verknüpfungen zwischen dem öffentlichen Raum und den Räumen des Internet. Dabei spielen Bilder oft eine zentrale Rolle. Mit ihnen lassen sich Botschaften besonders prägnant und emotional formulieren und Geschehnisse scheinbar hautnah vermitteln. Bilder, die in den Sozialen Medien rasch verbreitet werden, können einer politischen Bewegung ungeahnte Dynamik verleihen. Sie verbinden Menschen für kurze oder längere Zeit zu Affektgemeinschaften.

Die Kunstwissenschaftlerin Kerstin Schankweiler analysiert an einer Vielzahl von Beispielen, welche Formen, Praktiken und Politiken von Bildprotesten es gibt und wie die Paradigmen der digitalen Kultur Protestbewegungen verändern.

Kerstin Schankweiler

© Miriam Klingl

Kerstin Schankweiler

Kerstin Schankweiler studierte Kunstgeschichte an der Universität Trier und der University of Queensland, Brisbane. Sie war wissenschaft­liche Mitarbeiterin an den Kunsthistorischen Instituten der Universität zu Köln und der Freien Universität Berlin und Juniorprofessorin für Künste der Gegenwart an der Universität Siegen. 2019 hat sie den Ruf auf eine Professur für Bildwissenschaft im globalen Kontext an der Technischen Universität Dresden angenommen. Schankweiler publi­zierte zur Gegenwartskunst Afrikas, zur Ästhetik der Gewalt und zu Bildpraktiken in den Sozialen Medien.

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