Böse Bücher

Böse Bücher

Sachbuch. 2019
256 Seiten. Klappenbroschur
24,– €
ISBN 978-3-8031-3678-7
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Böse Zungen behaupten, dass böse Buben nichts als böses Blut verursachen. Was aber sind böse Bücher? Das Gegenteil vom viel zitierten guten Buch? – Eine neue Sichtung der Literaturgeschichte von De Sades »120 Tagen von Sodom« bis zu Bonsels »Abenteuern der Biene Maja«.

Das Lesen von Büchern verlängert das Leben, wie eine Studie der Yale University ergab. Aber Bücher können auch töten oder zumindest in Gefahr bringen: ihre Verfasser (beispielsweise Salman Rushdie) ebenso wie die Leser (etwa jene der »Leiden des jungen Werther«).

Gibt es also gute und böse Bücher? Böse Bücher, so viel ist sicher, finden sich nicht nur im Giftschrank einer Bibliothek. Sie stiften an zu politischem Aufruhr oder sogar Mord, zu Zügellosigkeit oder einfach zu einem selbstbewussten Leben. »Gefährlich« können aber auch weithin bekannte und vermeintlich harmlose Bücher werden: Dass Max und Moritz böse sind, leuchtet sofort ein, aber die Biene Maja?

Markus Krajewski, Harun Maye und weitere namhafte Autoren haben die Literaturgeschichte umgestülpt und zahlreiche Bücher gefunden, die man bisher keineswegs für böse gehalten hätte.

Mit Beiträgen unter anderem von Andreas Beyer, Michael Hagner, Ute Holl, Martin Mulsow, Klaus Theweleit und Joseph Vogl, unter anderem über J. M. Coetzees »Warten auf die Barbaren«, Thomas Bernhards »Holzfällen« und Curzio Malapartes »Kaputt«.

Markus Krajewski

Markus Krajewski

Markus Krajewski ist Professor für Mediengeschichte und -theorie an der Universität Basel. Zu seinen aktuellen Forschungsgebieten zählen die Wissensgeschichte der Genauigkeit sowie Medien und Architektur.

Harun Maye

Harun Maye

Harun Maye ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Bauhaus-Universität Weimar. Zu seinen aktuellen Forschungsgebieten zählen die Geschichte der Autorenlesung sowie Medien und Kulturtechniken.

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