Ungehorsam als Tugend

Ungehorsam als Tugend

Zivilcourage, Vorurteil, Mitläufer

Mit einem Nachwort von Barbara Sichtermann

Politik [790]. 2018
128 Seiten. 12 x 19 cm. Broschiert mit Umschlag
10,– €
ISBN 978-3-8031-2790-7
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Eine Auswahl der wichtigsten Texte Peter Brückners.

Peter Brückner, Antifaschist und nach Kriegsende Mitglied der KPD, wurde 1972 und 1977 wegen des Vorwurfs von Kontakten zur RAF sowie der Herausgabe des anonymen »Mescalero«-Textes »Buback. Ein Nachruf« von seinem Lehrstuhl für Psychologie an der Universität Hannover suspendiert.

Seine politisch-psychologischen Analysen sind ein Zeugnis für die Streitbarkeit der 68er. Diese Auswahl zeigt aber auch, dass Brückners Positionen durch ihre begriffliche und intellektuelle Schärfe noch heute große Schlagkraft besitzen und neuralgische Punkte auch demokratischer Gesellschaften treffen: Vorurteil, Mitläufertum, Zivilcourage, Gehorsam.

Peter Brückner

Peter Brückner

Peter Brückner wurde 1922 in Dresden geboren. Seit 1939 hatte er Kontakte zu Antifaschisten und Kommunisten, die er auch beibehielt, nachdem er 1941 nach Wien eingezogen worden war. Nach Kriegsende wurde er Mitglied der KPD, übersiedelte 1948 zunächst nach Westberlin, dann nach Münster, wo er sein Psychologiestudium mit der Promotion abschloss. Nach einiger Zeit im sozialpädagogischen Bereich wandte er sich der Sozialpsychologie zu, machte eine Ausbildung zum Psychoanalytiker und übernahm 1967 den Lehrstuhl für Psychologie an der Universität Hannover. 1972 und 1977 wurde er von seinem Dienst suspendiert, zum einen wegen des Vorwurfs von Kontakten zur RAF, zum anderen wegen der Dokumentation und Herausgabe des indizierten Textes »Buback – ein Nachruf«, der anonym unter dem Namen »Mescalero« erschien. Kurz nach Aufhebung der disziplinarischen Maßnahmen starb Brückner 1982 in Nizza.

Barbara Sichtermann

© privat

Barbara Sichtermann

Barbara Sichtermann, geboren 1943 in Erfurt, studierte Sozialwissenschaften. Sie lebt als Autorin und Kritikerin in Berlin.

»Brückner ist so bestechend wie bestürzend, seine Fragen sind so bohrend wie seine historischen Assoziationen erhellend.«
Fritz  J. Raddatz, Die Zeit
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