Kleine Naturgeschichte der Verführung

Kleine Naturgeschichte der Verführung

Aus dem Französischen von Elisabeth Heyne

WAT [821]. 2020
176 Seiten
14,– €
ISBN 978-3-8031-2821-8

Es ist doch immer dasselbe: Es kommt nur darauf an, wie jemand aussieht, riecht, klingt, schmeckt und sich anfühlt … Mit allen fünf Sinnen reagieren wir (ganz subjektiv) auf das Gegenüber, sind abgestoßen oder verlockt. Doch es ist keineswegs der Mensch, der die Kunst der Verführung erfunden hat.

Die fünf Sinne – Gesicht, Geruch, Gehör, Geschmack und Gefühle – dienen der buchstäblichen Einverleibung der Außenwelt. Durch sie nehmen wir die Umwelt wahr und reagieren unmittelbar, ja unwillkürlich auf die jeweiligen Eindrücke.

Claude Gudin untersucht in seinem ebenso humorvollen wie sinnlichen Buch die Entwicklung der Verführungskunst selbst. Ihre Geschichte nimmt ihren Anfang am Boden des Urmeers: bei den Mikroalgen, die schillernde Farben erfinden, bevor es überhaupt ein Auge gibt, das sie sehen könnte. Gudin nutzt das Mikroskop als Zeitmaschine und sammelt eine Vielzahl kleiner evolutionärer Wunder von den Pflanzen, über die Tiere, bis hin zu den Ritualen des Menschen. Verführung ist der Motor allen Lebens, und sie bedient sich schöner Verkleidungen, intensiver Gerüche und lustiger Laute, um das Objekt der Begierde herumzukriegen. Und sie nimmt oft eigenwillige Umwege: ob nun bei den raffinierten Täuschungsmanövern der Orchideen oder dem lockenden Vogelgesang, der auch erklingt, wenn niemand da ist, ihn zu hören.

Neben vielen biologischen Fakten erzählt Claude Gudin jede Menge bizarrer, grausamer, berührender und amüsanter Anekdoten aus Pflanzen, Tier- und Menschenreich.

Claude Gudin

© privat

Claude Gudin

Claude Gudin ist Gärtner und Pflanzenbiologe. Er hat zu Biotechnologie geforscht, zu verschiedenen naturwissenschaftlichen Themen publiziert und außerdem Gedichte und Lieder veröffentlicht.
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