Bambule

Bambule

Fürsorge – Sorge für wen?

Mit einem Bericht von Eberhard Itzenplitz. und einem Nachwort von Klaus Wagenbach.

WAT [428]. 2002
136 Seiten. Broschiert. Mit Photos von den Dreharbeiten.
9,90 €
ISBN 978-3-8031-2428-9
Vergriffen. Als WAT-Ausgabe erhältlich.

Als Fernsehfilm von der ARD vierundzwanzig Jahre lang unterdrückt, als Buch längst zum Klassiker geworden.

Wer wissen will, welche Erziehungsvorstellungen noch Ende der sechziger Jahre herrschten, sollte Bambule lesen.
Das Thema ist aktuell wie je: Wie geht die Gesellschaft mit Randgruppen um, wie erzieht der Staat diejenigen, deren Fürsorge ihm übertragen wurde? Ulrike Meinhof hatte sich als Journalistin in langen Recherchen ein Bild über die Lage der Mädchen in Erziehungsheimen gemacht. In der Geschichte von Irene beschreibt sie den Alltag zwischen Hof, Schlafraum, Wäscheraum und »Bunker«, die Repressalien der Erzieher und die Befreiungsversuche der Mädchen, die »Bambule« machen, weil sie leben wollen und nicht bloß sich fügen.

Ulrike Marie Meinhof

© Verlag Klaus Wagenbach

Ulrike Marie Meinhof

Ulrike Meinhof wurde 1934 in Oldenburg geboren. Studium der Philosophie, Pädagogik, Soziologie und Germanistik in Marburg, Münster und Hamburg. Mitkämpferin der Anti-Atomwaffenbewegung der Jahre 1958/59. Von 1959 bis 1969 war sie Mitarbeiterin bei der Zeitschrift »konkret«, von 1962 bis 1964 deren Chefredakteurin. Sie war die erste, die das Heimkinderelend der sechziger Jahre durch Originalinterviews, das Buch und den Film »Bambule« öffentlich machte. Nach Protesten gegen den Vietnamkrieg und die Notstandsgesetze ging sie 1970 in den Untergrund, wurde 1972 verhaftet und starb 1976 im Gefängnis in Stammheim.

»Hat man bedacht, dass Mitglieder der Gruppe um Ulrike Meinhof praktische Sozialarbeit getan haben und Einblick in die Verhältnisse genommen, die möglicherweise zu ihrer Kriegserklärung geführt haben? Schließlich gibt es ein Buch: Bambule. Lesenswert, aufschlussreich.« Heinrich Böll
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