Servabo

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Erinnerung am Ende des Jahrhunderts

Aus dem Italienischen von Michael Becker und Petra Kaiser.

Quartbuch. 1992
120 Seiten. Gebunden. Leinen
11,90 €
ISBN 978-3-8031-3105-8
Vergriffen. Als WAT-Ausgabe erhältlich.

Die radikale, sensible Kürze, mit der hier ein Leben erzählt wird, erklärt sich aus der Beschränkung auf die prägenden Erlebnisse: Widerstand, Liebe, Streit, Angst, Schmerz, der Traum von einer anderen Gesellschaft.

So ist auch der Grund, warum dieses Buch in Italien innerhalb weniger Monate über fünfzigtausend Leser fand, nicht der, dass sein Autor, einer der angesehensten politischen Köpfe des Landes, seine ungewöhnliche Lebensgeschichte als Enthüllungsgeschichte mitteilt.
Im Gegenteil. Pintor erzählt sie nur in Bildern, Ereignissen und Erfahrungen, ganz ohne Namen, Orte, Daten. Er erzählt sie, um herauszufinden, wie eigen eine Lebensgeschichte überhaupt sein kann.

Als WAT-Ausgabe erhältlich.

Luigi Pintor

© Riccardo de Lucca

Luigi Pintor

Luigi Pintor, geboren 1925 in Rom, aber mit Wurzeln in Sardinien, war von 1946 bis 1965 Redakteur der kommunistischen Tageszeitung »l'Unità«. Nachdem er 1969 wegen seiner Kritik an der sowjetischen Intervention in Prag aus der Kommunistischen Partei Italiens ausgeschlossen worden war, gründete er zusammen mit Rossana Rossanda und Valentino Parlato die unabhängige linke Tageszeitung »Manifesto«, für die er seit 1971 schrieb. Ab 1987 war er mehrere Jahre lang unabhängiger Abgeordneter in der italienischen Deputiertenkammer. Pintor, bis zuletzt eine der zentralen Figuren des öffentlichen italienischen Lebens, starb 2003 in Rom.

»Pintor ist ein Meister der epigrammatischen Konzentration; er erreicht mit minimalem Aufwand maximale Wirkung.« Alice Vollenweider, Neue Zürcher Zeitung
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