Eheleben

Eheleben

Aus dem mexikanischen Spanisch von Petra Strien. Mit einem Nachwort von Antonio Tabucchi.

SALTO. 2003
144 Seiten. Fadengeheftet. Rotes Leinen
17,– €
ISBN 978-3-8031-1205-7
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Das Eheleben von Jacqueline und Nicolás ist ein Feuerwerk an misslungenen Morden. Eine Geschichte über Geld, Liebhaber, Älterwerden und andere Überlebensfragen. Mit diesem Roman wird der bedeutende mexikanische Autor erstmals auf Deutsch vorgestellt.

Jaqueline stiftet einen Liebhaber nach dem anderen an, ihren Mann umzubringen. Leider geht es immer schief. Der eine schafft es im entscheidenden Moment nicht, die Pistole zu erheben, der andere wird ertappt und als Dieb festgenommen, der dritte soll den Ehemann im Auto die Steilküste hinabbugsieren und verunglückt selbst. Eines Tages verschwindet Nicolás. Während Jacqueline verarmt, widmet er sich in Madrid dunklen Geschäften.
Nach vielen Jahren erfährt Jacqueline, dass Nicolás nach Mexiko zurückgekehrt sei. Jacqueline hat gerade ihren sechzigsten Geburtstag gefeiert. Sie fährt zu ihm. Er empfängt sie, und obwohl er von ihren Mordprojekten erfahren hat, stellt er sie nicht zur Rede. Stattdessen kauft er zwei neue Eheringe, und sie beginnt wieder, ihn zu lieben und zu hassen. Am Schluß betritt ein altes Ehepaar ein Restaurant, verletzt, lädiert, und feiert einen neuen Hochzeitstag.

Die Übersetzung wurde durch die Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V. (litprom) unterstützt.

Sergio Pitol

© Verlag Klaus Wagenbach

Sergio Pitol

Sergio Pitol, 1933 in Puebla, Mexiko, geboren, studierte in Mexiko-Stadt Jura und Literaturwissenschaft und war als Literaturprofessor und Diplomat in zahlreichen Ländern tätig. Er hat Romane, Erzählungen und Essays geschrieben und gilt als einer der angesehensten Autoren Lateinamerikas. Seine Übersetzungen aus dem Russischen, Polnischen und Englischen haben das Werk von Nikolai Gogol, Anton Tschechow, Witold Gombrowicz, Henry James, Joseph Conrad und Jane Austen in Mexiko bekannt gemacht. Für seine Bücher erhielt er viele Preise, darunter den Premio Herralde de Novela sowie den begehrten Premio Juan Rulfo. 2005 wurde er mit dem bedeutendsten Literaturpreis der spanischsprachigen Welt, dem Premio Cervantes, ausgezeichnet. Pitol starb am 12. April 2018 in Xalapa, Mexiko.

»Eindeutig lässt sich nie voraussagen, ob es der gierige Leser, der das Buch, oder aber das gierige Buch ist, das den Leser verschlingt.« Florian Borchmeyer, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Pressestimmen

»Pitol zeigt, dass ein Leben aus dem einen Moment, in dem die Schicksalszange nach einem greift, heraus erzählt werden kann. Die Schicksalszange darf auch gut erfunden sein. Das zeichnet große Erzähler aus. Er ist ein Autor, der es schon länger verdient hätte, auch in Deutschland bekannt zu sein.«

David Wagner, Süddeutsche Zeitung

»Pitol muß auch hierzulande bekannt werden. Er ist ein fabelhafter Erzähler. Eheleben ist melancholisch, tragisch, komisch. Ein Vergnügen ist die Begegnung mit Pitol, der sogar eine Ahnung zu haben scheint, wie ein Herz in Wahrheit riecht.«

Michael Angele, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Liebe geht nicht ohne Tod, jedenfalls in Mexiko. Und wir vernehmen das befremdet, aber staunend und gefesselt von einem bislang in Deutschland unbekannten Autor, der sich einreiht in die bedeutende Reihe großer lateinamerikanischer Erzähler. Mit Pitols Szenen einer Ehe sind wir wie in einem Film seines großen Landsmannes Luis Buñuel.«

Jörg W. Gronius, Norddeutscher Rundfunk

»Pitol zieht alle melodramatischen Register, es wird feurig geliebt und bitter gelitten, seine Heldin scheint von Dummheit geschlagen und vermag dann doch wieder ihr Herz weit zu öffnen.«

Thomas Linden, Kölner Rundschau

»Eheleben nennt der bedeutende mexikanische Erzähler Sergio Pitol lakonisch sein erstes auf deutsch veröffentlichtes Werk. Dennoch ist dies Fegefeuer aus Haß und Liebe kein psychologisiertes Beziehungsmartyrium à la Bergman oder Antonioni. [...] Welch bitterböser satirischer Angriff auf die mexikanische Gesellschaft, auf ihr Groß-, ihr Kleinbürgertum, ihre politischen Eliten (…). Eindeutig lässt sich nie vorhersagen, ob es der gierige Leser ist, der das Buch oder aber das gierige Buch ist, das den Leser verschlingt.«

Florian Borchmeyer, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Pitol zeigt sich als Meister des sprechenden Details – im Lokalkolorit wie in der Geographie der Seele; der schmale Band der SALTO-Reihe will ob der Bilderfülle schier zerbersten.«

Neue Zürcher Zeitung

»Bis hin zur Schlusspointe betreibt Pitol ein fintenreiches, literarisches Spiel voller Überraschungen, um zu beweisen, dass es hinter lauter Maskenspielen kein wahres Leben in falschen Lebensträumen geben kann.«

Volker Isfort, Abendzeitung

„Eine Geschichte, so mehrdeutig und vertrackt, wie nur echte literarische Schlitzohren sie schreiben.“

Elke Nicolini, Hamburger Abendblatt

Pressestimmen

»Pitol zeigt sich als Meister des sprechenden Details – im Lokalkolorit wie in der Geographie der Seele; der schmale Band der SALTO-Reihe will ob der Bilderfülle schier zerbersten.«

Neue Zürcher Zeitung am Sonntag

»Pitols Eheleben ist schmal und zeigt die außerordentliche Material- und Stilsicherheit seines Autors. Er ist ein Autor, der es schon länger verdient hätte, auch in Deutschland bekannt zu sein.«

David Wagner, Süddeutsche Zeitung

»Pitol muß auch hierzulande bekannt werden. Er ist ein fabelhafter Erzähler. Eheleben ist melancholisch, tragisch, komisch. Ein Vergnügen ist die Begegnung mit Pitol, der sogar eine Ahnung zu haben scheint, wie ein Herz in Wahrheit riecht.«

Michael Angele,

Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Bis hin zur Schlußpointe betreibt Pitol ein fintenreiches, literarisches Spiel voller Überraschungen, um zu beweisen, daß es hinter lauter Maskenspielen kein wahres Leben in falschen Lebensträumen geben kann.«

Volker Isfort, Abendzeitung

»Liebe geht nicht ohne Tod, jedenfalls in Mexiko. Und wir vernehmen das befremdet, aber staunend und gefesselt von einem bislang in Deutschland unbekannten Autor, der sich einreiht in die bedeutende Reihe großer lateinamerikanischer Erzähler. Mit Pitols Szenen einer Ehe sind wir wie in einem Film seines großen Landsmannes Luis Buñuel.«

Jörg W. Gronius, NDR Radio3

»Pitol zieht alle melodramatischen Register, es wird feurig geliebt und bitter gelitten, seine Heldin scheint von Dummheit geschlagen und vermag dann doch wieder ihr Herz weit zu öffnen.«

Thomas Linden, Kölner Rundschau

»In Mexiko mögen die Menschen das Leben knallbunt, üppig und abstrus. Dick aufgetragen, abstrus-grotesk, gleichzeitig hintergründig und somit ein reines Lesevergnügen ist auch Sergio Pitols Eheleben.«

Roland Maurer, Der Bund

»Pitols Eheleben ist eine Art animalisch entfesselte Madame Bovary. Derart raffiniert und doppelbödig funktioniert die ironische Metaebene von Pitols meisterlicher Tragikömodie.«

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