Das Fischkind

Das Fischkind

Roman

Aus dem argentinischen Spanisch von Rike Bolte.

Quartbuch. 2009
160 Seiten. Gebunden mit Schutzumschlag
16,90 €
ISBN 978-3-8031-3220-8
vergriffen

Ein furchtbar hässlicher Hund, vollgepumpt mit Drogen, erzählt, wie zwei junge Mädchen aus Liebe zu Mörderinnen werden. Ein frecher, temporeicher, magischer Roman »Thelma und Louise« auf Argentinisch!

Lala liebt Guayi, und Guayi liebt Lala. Nichts steht einer jugendlichen »amour fou« zwischen den beiden Mädchen im Wege – außer Lalas Vater, der selbstmordgefährdete Schriftsteller Brontë. Der betrachtet Guayi weniger als paraguayisches Hausmädchen, sondern als Geliebte. Kein Wunder, dass Lala und Guayi planen, aus dieser Familienhölle in einem der besten Viertel von Buenos Aires auszubrechen und in Guayis Heimat, an den Ufern des mythenumwobenen Sees von Ypacaraí, ein neues Leben zu beginnen. Doch Lalas Eifersucht macht den beiden einen Strich durch die Rechnung – Guayi landet in einer Erziehungsstrafanstalt für Minderjährige …
Wie es Lala und ihrem hässlichen, schwarzen, fiesen und drogenabhängigen Köter Serafín dennoch gelingt, Guayi wieder dort rauszuholen, erzählt die junge argentinische Autorin Lucía Puenzo in diesem turbulenten Roman voller schwarzem Humor. Als Film-Adaptation kam er 2009 auch in unsere Kinos

Die Übersetzung wurde durch die Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V. (litprom) unterstützt.

Lucía Puenzo

© Laura Ortego

Lucía Puenzo

Lucía Puenzo, 1976 in Buenos Aires geboren, Schriftstellerin und Filmemacherin. Ihr Debüt als Regisseurin gab sie 2007 mit »XXY«, der beim Filmfestival in Cannes mit dem Grand Prix de la Semaine de la Critique und in Madrid mit dem Goya für den besten nichtspanischen Film ausgezeichnet wurde. Ihre Verfilmung ihres eigenen fünften Romans »Wakolda« wurde 2012 in Cannes uraufgeführt und gewann 20 internationale Filmpreise. Die Serie »Ingobernable« ist ab Dezember 2018 auf Netflix zu sehen. Puenzos fünf Romane umfassendes Erzählwerk wurde in 15 Sprachen übersetzt.

»Während der Lektüre wähnt man sich fast unweigerlich in einem Film.« Página 12

Pressestimmen

»In  Das Fischkind, hervorragend übersetzt von Rilke Bolte, erweist sich Lucía Puenzo als ein ungewöhnliches erzählerisches Talent der jüngeren Generation der argentinischen Literatur.«

                   Peter B. Schumann, Bayerischer Rundfunk

»Nicht nur der Stoff ist spannend, die literarische Umsetzung überzeugt. Die Furcht vor dem, was sich oftmals ausschweifend und kitschig „magischer Realismus“ nennt, ist unbegründet: Puenzos Stil und Haltung sind hart, direkt, surrealistisch, universell, schnell und gefährlich.«

Andreas Fanizadeh, die tageszeitung

„Frech, temporeich und voll schwarzen Humors erzählt hier ein schrecklich hässlicher Hund, wie zwei junge Mädchen aus Liebe füreinander zu Mörderinnen werden.

                              Frankfurter Neue Presse

»Eine schwarze Komödie, aber auch eine berührende Erzählung über die Angst, verlassen zu werden.«                                                                                                                     

Brigitte

»Der hässliche Hund Serafín verleiht dem (Happy?)Ende eine spielerischegroteske Naivität. Er bewegt sich im gesamten Roman mit einer tierischen Leichtigkeit von einer Liebesgeschichte über literarischen Roadmovie, Thriller bis hin zum Polizei-Drama. Durchzogen von einem Magischen Realismus schwebt das Fischkind irgendwo zwischen Animal Farm und Baise-moi, und ist trotz der wechselnden Genres ein homogenes Werk mit eigener Identität.«

   kulturwoche.at

»Ein Hund erzählt uns „Das Fischkind“ à la Thelma & Louise: tragisch, erotisch und mit eigenem Humor.«

                          Freundin

»“Das Fischkind“ ist die Geschichte einer ersten zarten Liebe, die von der Realität auf mehr als eine harte Probe gestellt wird. Lalas Versuch, die Guayi zu befreien wird dabei zu einem gefährlichen Trip in die Abgründe der argentinischen Gesellschaft. Lucia Puenzo zeigt diese Abgründe schonungslos, aber mit einem feinen Sinn für schwarzen Humor, der das Grausame erträglich macht. So wird „Das Fischkind“ zu einem packenden Roman über Sehnsucht und Gier. Dass es sich bei den Protagonistinnen um ein lesbisches Pärchen handelt, rückt dabei in den Hintergrund- auf angenehme Weise scheint die Liebe der beiden Mädchen in Puenzos Gesellschaftsbild das einzig Normale zu sein.«

Jan Ehlert, NDR Kultur

»Starker Stoff, der sowohl in Buenos Aires als auch in Paraguay spielt und so ziemlich keine menschliche – und tierische – Tragödie auslässt. Spannend und packend!«                                                                                               

Manuela Kay, L-Mag                    

»Ein unterhaltsames Buch mit sozialer Tiefenschärfe.«

Maike Albath, DeutschlandRadio Kultur

»In einem Umfeld von Drogen, Gewalt und Auswegslosigkeit schmieden die beiden Heranwachsenden gemeinsame Zukunftspläne und gehen dafür sogar über Leichen. Wie in einem Roadmovie folgt dann die Flucht bis hin zu einem aufwühlenden Showdown.«                                                  

Sulaiman Addonia, Westfälische Nachrichten

»Eine argentinische „Thelma und Louise“ präsentiert die junge Autorin Lucia Puenzo in ihrem ersten Roman „Das Fischkind“.«

Frankfurter Neue Presse

»Ein hochbegabter Hund, eine desolate Familie, zwei verliebte Teenager und das traurige Geheimnis eines Wasserwesens: „Das Fischkind“ der Argentinierin Lucía Puenzo ist halb Pop, halb magischer Realismus. (…) Eine schwarze Komödie, aber auch eine berührende Erzählung über die Angst, verlassen zu werden.«

Brigitte

»Am Ende bleibt kein Rätsel unaufgelöst, und es lohnt sich, der Geschichte bis zum Ende zu folgen. Mit Serafíns Tod endet auch seine Erzählung. Und erst ganz zum Schluss lüftet Guayi gegenüber Lala das Geheimnis, das sich hinter dem Leitmotiv des „Fischkinds“ verbirgt, das dem Roman seinen Titel gibt. Die wahre Liebe, so zeigt sich, verurteilt nicht einmal die schlimmsten Taten aus der Vergangenheit.«

Katharina Buess, Süddeutsche Zeitung

»“Es hätte schlimmer kommen können, glaubt mir.“ Da will man doch weiterlesen und erfahren, wer hier spricht und von was eigentlich genau.«

Bayrischer Rundfunk

»Das überraschende ist: Der Film ist ganz anders. Aus dem rasant komischen Roadmovie wurde eine elegisch sedierte bis transusige Liebesgeschichte mit unschuldigen Mädchenschmatzen statt erotischer Badewannenfummelei. Der Plot wurde von durchgeknallten Drogendelirien, bizarren Perversen und aberwitzigen Showdowns bereinigt. Die Mutter haut nicht mit einem Geliebten zum Guru ab, sie fährt zum Marathon nach Paris. Der Bruder dealt nicht, statt in den Slum zieht es ihn aufs Landgut. Und aus dem räudigen Köter wurde ein ansehnlicher Schäferhund – sprechen kann der gar nicht. Viele gute Gründe, das Buch dem Film vorzuziehen.«

Sabine Vogel, Berliner Zeitung

»“Das Fischkind“ ist ein poetischer und zugleich drastisches Roadmovie mit Gänsehautgarantie. Eine gelungene Mischung aus Krimi und Thriller mit filmreifen Szenen und schwarzen Humor, erzählt aus der ungewöhnlichen Perspektive eines Hundes.«

Johannes Schröer, Domradio

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