Das Leben des Pontormo
Katja Burzer (Hrsg.), Alessandro Nova (Hrsg.), Giorgio Vasari

Das Leben des Pontormo

Deutsche Erstausgabe

Übersetzt von Katja Burzer

EDITION GIORGIO VASARI [4]
1. April 2004

144 Seiten. 1. Auflage. Broschiert. Mit etwa 20, zum Teil farbigen Abbildungen

11,90 €
ISBN 978-3-8031-5023-3
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Jacopo Pontormo, gefeiert von Raffael und Michelangelo, dennoch eigenbrötlerisch, einsam, melancholisch, das spannende Portrait eines Renaissance-Künstlers. Neu übersetzt und kommentiert.

Der große Florentiner Farbkünstler Pontormo ist in jüngster Zeit durch die Veröffentlichung seines Tagebuchs wieder ins Zentrum des Interesses von Kunstliebhabern gerückt. Das Bild, das Vasari von Pontormo zeichnet, ist seltsam widersprüchlich: Einerseits vermerkt Vasari getreulich das frühe Lob Raffaels und Michelangelos, andererseits tadelt er Pontormos exzentrische und zugleich genügsame Lebensweise. »Melancholie« heißt das Stichwort, das unter Humanisten noch positiv, unter gegenreformatorischen Umständen aber negativ bewertet wurde. So entsteht, hochspannend, das Bild eines einsamen, nachdenklichen Künstlers, der dennoch unerhört neugierig ist, so beispielsweise auf die Grafiken Dürers. Da sträubt sich oft die Feder Vasaris, und wir sehen (unterstützt von den feinen Kommentaren des Herausgebers) aufmerksam und belehrt zu.

Alessandro Nova

© Kunsthistorisches Institut Florenz

Alessandro Nova

Alessandro Nova, geboren in Mailand, ist Professor für Kunstgeschichte mit dem Schwerpunkt Renaissance an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und seit 2006 Direktor des Kunsthistorischen Instituts (Max-Planck-Institut) in Florenz. Er ist der Initiator und Herausgeber der bei Wagenbach erscheinenden EDITION GIORGIO VASARI.

Giorgio Vasari

Giorgio Vasari

Giorgio Vasari, geboren 1511 in Arezzo in der Toskana, war ein Universalgenie: Maler, Architekt (u. a. als Baumeister der Uffizien), Berater der Medici, Kunstsammler und Historiker. Sein Hauptwerk sind die »Leben der hervorragendsten Künstler«, kurz: »Le vite«, erstmals erschienen 1550 und im Laufe der Jahre erweitert. Vasari starb 1574 in Florenz.

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