Dieses Gefühl, daß etwas nicht stimmte

Dieses Gefühl, daß etwas nicht stimmte

Eine Kindheit zwischen 1940 und 1948

Quartbuch. 2005
160 Seiten. Gebunden
17,50 €
ISBN 978-3-8031-3199-7
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Erlebnisse der Jahre 1940 bis 1948: der Krieg in Berlin und der scheinbare Friede in einem kleinen fränkischen Dorf, gesehen mit den Augen eines Kindes. Vieles kann das Mädchen nicht verstehen, aber es fühlt, dass etwas nicht stimmt.

Wie kann man eine Welt verstehen, in der der Vater – überzeugter Soldat in Hitlers Armee – in Russland eingekesselt ist und gleichzeitig englische Flieger die Stadt bombardieren, wo doch der Führer alle beschützen will? Warum weigert sich der Großvater zuerst, die evakuierten »Nazikinder« in seiner Burg im Mittelfränkischen aufzunehmen? Warum empfängt er Besucher wie Hermann Göring und Robert Kempner, den stellvertretenden Chefankläger der Nürnberger Prozesse? Warum muß die Familie »Disziplin lernen« und hungern, obwohl die Burg voll von Kunstschätzen ist?
Ilka von Zeppelin beschreibt aus dem Blickwinkel des zu Beginn vier- und am Ende zwölfjährigen Kindes die widersprüchlichen Erfahrungen der Nazizeit. Diese Perspektive ist es vor allem, die diese Erinnerungen von anderen unterscheidet und ihnen eine unmittelbare, unvermittelte erzählerische Kraft gibt.

Ilka von Zeppelin

Ilka von Zeppelin

Ilka von Zeppelin, geboren 1936 in Berlin, kam im Sommer 1943 nach Mittelfranken und lebte von 1948 bis 1950 bei Quäkern in Irland. Sie studierte Psychologie in Freiburg und arbeitete nach der Promotion am Psychologischen Institut der Universität Zürich in der Klinischen Psychologie und als Lehrbeauftragte der Universität. Als Psychoanalytikerin führte sie eine eigene Praxis und war Co-Autorin verschiedener Bücher, unter anderen »Cognitive-Affective Processes« (1991) und »Der geträumte Traum« (1996). Sie starb 2009 in Zürich.

»Ilka von Zeppelin findet für ihr unprätentiöses Geschichts- und Familienbuch einen sehr guten Ton. Die nüchterne Intensität verstärkt den Eindruck der unkommentierten, erschütternden Tatsachen. Dieser Bericht ist ihr beeindruckend gelungen.« Verena Auffermann, Süddeutsche Zeitung
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