Allegro ma non troppo

Allegro ma non troppo

Die Rolle der Gewürze und die Prinzipien der menschlichen Dummheit

Aus dem Italienischen von Moshe Kahn

SALTO. 2018
96 Seiten. Rotes Leinen. Fadengeheftet
16,– €
ISBN 978-3-8031-1197-5
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Eine höchst amüsante Satire auf bedeutungsschweres wissenschaftliches Schreiben.

Im ersten Teil weist Cipolla in einem ausgefeilten Argumentationssystem nach, dass der Pfeffer die treibende Kraft in der wirtschaftlichen Entwicklung des Mittelalters gewesen sei, also das, was Marx den Motor der Geschichte nennt. Angesichts dieser unglaublichen Entwicklung, in die erstaunlicherweise Gott der Herr, goldene Münzen, Eremiten, Feudalherren und sarazenische Frauen verwickelt waren, verloren als einzige die Italiener nicht ihren Kopf: Deshalb beendeten sie das Mittelalter durch die Erfindung der Renaissance.
Im zweiten Traktat erläutert er die fünf Prinzipien der menschlichen Dummheit.

Carlo M. Cipolla

© effigie

Carlo M. Cipolla

Carlo M. Cipolla, 1922 in Pavia geboren, war Wirtschaftshistoriker. Nach seinem Studium an der Universität von Pavia führten ihn Stipendien an die Sorbonne nach Paris und an die London School of Economics. Mit 27 Jahren erhielt er eine Gastprofessur der University of California, Berkeley. Später lehrte er unter anderem an Hochschulen in Deutschland, England, Spanien und Kanada. Er war Vorsitzender und Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Vereine und kultureller Einrichtungen in Turin, Boston und Rom sowie Fellow der British Academy und der Royal History Society Großbritanniens. 1980 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Technischen Universität Zürich verliehen, 1992 die der medizinischen Fakultät der Universität Pavia. Cipolla schrieb über 20 Bücher, die in etwa 15 Sprachen übersetzt wurden. Er starb 2000 in Pavia.

»Alles sauber hergerichtet, jedes Ding an seinem Platz und jeder Gedanke an seinem sichtbaren Haken. So viel Aufgeräumtheit wie bei Cipolla findet sich nicht allzu oft. Selten so fruchtbar gelacht.« Gerald Sammet, Süddeutsche Zeitung

Pressestimmen

»Ein unbeschwertes, geistvolles Vergnügen, ein amüsanter historischer Rundschlag, gelegentlich mit einer Dosis abgeklärter, aus Weisheit friedfertiger Ironie gepfeffert.«

Jörg Becker, Radio Bremen 2

»Eine liebevoll ironische Satire des italienischen Historikers auf angestrengtes und bedeutungsschweres wissenschaftliches Schreiben.«

Bayern2Radio

»Jetzt endlich ist eine Untersuchung über die Dummheit erschienen, die uns ein für alle Mal wissenschaftlich erklärt, was es damit auf sich hat. Fünf Prinzipien sind wichtig, und mit x- und y-Achse läßt sich jetzt alles einteilen und klassifizieren. Und wer hätte gedacht, daß die Suche nach Pfeffer dazu führte, daß viele Menschen Schmiede wurden und vor allem Schlüssel anfertigten? Nachzulesen in zwei kleinen Essays von Cipolla, der sich über Wissenschaft und Pseudotheorien kräftig lustig macht.«

Stuttgarter Zeitung

»Carlo M. Cipolla besitzt die Gabe, eine scheinbar abstruse Theorie so kenntnisreich zu untermauern, daß sie am Ende fast plausibel erscheint. Sein schmales Bändchen Allegro ma non troppo, in Italien ein Bestseller, enthält zwei ironische, elegant geschriebene Essays mit ernsthaften Untertönen.«

Sandro Benini, Die Weltwoche

»Die Eleganz, mit der Carlo M. Cipolla über den Schatten seiner Rolle als Wissenschaftler springt, läßt staunen.«

Joscha Schmierer, Kommune

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