Der Ursprung der Welt

Der Ursprung der Welt

Roman

Aus dem chilenischen Spanisch von Sabine Giersberg.

Quartbuch. 2005
176 Seiten. Gebunden mit Schutzumschlag
17,50 €
ISBN 978-3-8031-3193-5
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Ein scheinbar harmloser Museumsbesuch verändert das Leben eines angesehenen Arztes. Vor einem berühmten Bild kommt ihm ein unheilvoller Gedanke: Stand seine eigene Ehefrau Modell für Aktfotos? Ein turbulenter Roman über die Kraft der Phantasie und der Eifersucht.

Ein Paar steht im Pariser Musée d’Orsay vor dem berühmten Aktgemälde von Gustave Courbet, das dem Roman den Namen gibt.
Sogleich kommen sie auf den gemeinsamen Freund Felipe und sein Hobby, die Aktfotografie, zu sprechen, und mit dem sonntäglichen Museumsbesuch beginnt eine irrwitzige Eifersuchtsgeschichte, die den in Paris lebenden Exilchilenen Patricio so heftig erfasst, daß nicht nur seine Ehe, sondern sein ganzes bürgerliches Leben durcheinandergerät. Er verdächtigt seine fast dreißig Jahre jüngere Frau Silvia, mit Felipe eine Affäre gehabt zu haben. Felipe stirbt jedoch plötzlich, bevor Patricio ihn befragen kann. In der Wohnung des toten Freundes findet er tatsächlich ein Aktfoto, das dem Gemälde von Courbet ähnelt. Ist die Abgebildete seine Frau? Die Frage wird Patricio in dem gekonnt konstruierten Eifersuchtsdrama zur Obsession.

Die Übersetzung wurde durch die Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V. (litprom) unterstützt.

Jorge Edwards

© Jorge Gronemeyer

Jorge Edwards

Jorge Edwards wurde 1931 in Santiago de Chile geboren. Er studierte in Chile und Princeton Jura und Philosophie. Als Diplomat vertrat er sein Land in Brüssel, Havanna, Lima und Paris. Nach dem Militärputsch ging er 1973 für fünf Jahre ins spanische Exil.

»Edwards schrieb uns einen wunderbaren Roman über Liebe, Freundschaft und Untreue. Edwards ist ein Meister.« Le Monde

Pressestimmen

»Ein perfektes Kunstwerk. Gibt es das? Ein perfektes Kunstwerk, dem die Quadratur des Kreises gelingt, leicht und substanzvoll, tiefsinnig und unterhaltsam zugleich zu sein? Und ist es möglich, grundlegende Fragen der Literatur und der Politik, der Liebe und der Sexualität, des Alters und des Todes auf knapp 165 Seiten so locker und doch so fesselnd abzuhandeln, daß man den schmalen Band in einem Atemzug zu Ende liest? Und wie ist es zu erklären, daß dieser urbane und kosmopolitische Roman ausgerechnet aus Chile kommt, das durch einen Militärputsch traurige Berühmtheit erlangt hat und hierzulande mit exotischer Kolportage à la Isabel Allende gleichgesetzt wird? Des Rätsels Lösung liegt in der Person des Autors. …

Nicht nur die Auflösung, auch die einzelnen Stationen der rasant überdrehten Geschichte halten so viele Überraschungen bereit, daß Jorge Edwards' Roman mit dem spannendsten Krimi konkurrieren kann – ein Erotikthriller, der nicht vom Bestseller-Fieber befallen ist und keine Konzessionen an den vermeintlichen Publikumsgeschmack macht. Lateinamerikanische Literatur, die im deutschen Sprachraum ihresgleichen sucht.«

Hans Christoph Buch, Die Zeit

»Jorge Edwards erzählt in Der Ursprung der Welt über die Leidenschaft und das Leiden Eifersucht, ergreifend und witzig, vielschichtig und philosophisch.«

  Brigitte

»Edwards ist ein ebenso gewitzter wie nüchterner Romancier. Seine Prosa hat wenig gemein mit dem erzählerischen Überschwang von Gabriel García Márquez oder Mario Vargas Llosa, den Boom-Autoren Lateinamerikas. In unprätentiöser Sprache und mit viel Sinn für Komik beschrieb er in seinen frühen Werken vor allem die Umtriebe der bürgerlichen Gesellschaft Chiles. In Der Ursprung der Welt zeigt sich Edwards als abgeklärter Erzähler, der souverän mal mit dem Kriminalroman kokettiert, mal ohne ersichtlichen Grund die Perspektive wechselt, seinen Protagonisten fröhlich andere Autoren zitieren läßt oder ihnen erlaubt, selbstreflexiv vor sich hinzuplaudern.«

Jennifer Wilton, Der Spiegel

»Wer im Liebesroman Der Ursprung der Welt des chilenischen Schriftstellers Jorge Edwards liest, den weht eine Welt an, die mit dem 20. Jahrhundert untergegangen ist und über die sich schon längst die nächste historische Schicht gelegt hat, die man das postideologische Zeitalter taufte. Jorge Edwards, der preisgekrönte, große alte Mann der chilenischen Literatur, nimmt einen aber noch einmal mit in die Welt davor, in der noch Orthodoxien nachwirken, obwohl sie eigentlich längst abgetan sind, eingeholt von der Wirklichkeit, widerlegt von den Umstürzen. …

In Patricios Suche nach der Wahrheit im Betrug spiegelt sich nichts als enttäuschte Liebe zu den Idealen. Das Private ist in Edwards' vorzüglichem Liebesroman noch einmal, ein allerletztes Mal politisch.«

Tobias Rüther, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

»Dieser psychologische Roman ist nahezu perfekt: hart, klar und trocken erzählt, auch gerade deshalb so intensiv; weltläufig, kultiviert – aber ohne Insistenz und Pedanterie; leicht bei aller Härte, sogar etwas reißerisch, spannend auf jeden Fall. Er ist vor allem souverän geschrieben – auch und gerade in seiner formalen Unbekümmertheit.«

Hans-Martin Ganger, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»In Der Ursprung der Welt zeichnet Jorge Edwards mit Zuneigung und viel Ironie das Bild einer Emigrantengemeinde in Paris, der heimlichen Hauptstadt aller Latinos. Er beschreibt die kleinlichen Revierkämpfe der Chilenen, ihren orthodoxen Glauben an den Kommunismus und das Trauma Exil. Auch als feinfühlige Studie über Liebe, Leid und Leidenschaft im Alter empfiehlt sich das Buch. Wie sagt Seneca, von Jorge Edwards so gern zitiert: ‚Dieser Tag, den wir leben, teilen wir mit dem Tod’. Aber traurig ist er nicht, der kleine Roman. Frisch ist er, frech und weise. Oder, wie Mario Vargas Llosa nach der Lektüre befand: großartig, komisch, unterhaltsam.«

Uwe Scheffler, DeutschlandRadio Kultur

»In einer Mischung von unbändiger lateinamerikanischer Fabulierfreude, spanischer Melancholie im Geiste von Cervantes und französischem Esprit, gelingt Jorge Edwards eine grausam schöne Satire: die lächerlichen Fantasien der Alten, die sich von ihrem Jugenddrang nicht lösen können. Wer der geliebten Don Quijote-Lektüre noch eine Steigerung hinzufügen möchte, wird seine helle Freude an Jorge Edwards haben.«

Wolf Peter Schnetz, Nürnberger Nachrichten

»Was ist Der Ursprung der Welt? Der weibliche Körper – oder das eifersüchtige Primatentheater, das die Männer darum machen? Der Erzähler ist Arzt, der schmale Band wischt die ‚Methusalem?-Theorien elegant vom Tisch: Wir altern doch! Weil uns im Alter wahnwitzige Leidenschaften zerreißen. Wir werden uns also noch steigern. Es ist ein heißer Sommer in Jorge Edwards Paris, man liest ohne abzusetzen. Im letzten Kapitelchen spricht die Frau: die treue, ohne Reue.«

Bernhard Schulz, Der Tagesspiegel

»Ein großartiger und weiser Roman über die Liebe, eine köstliche Einladung, über die ‚Dinge des Lebens’ zu philosophieren, oder einfach nur: ein Buch der Extraklasse! Da ist viel Gespür für menschliche Schwächen, da ist aber auch herrlicher Witz, der ein Abrutschen ins zu Sentimentale verhindert. Und, wie immer der Roman ausgeht, so ist es eben, das Leben. Basta. ‚Wer weiß schon, was Liebe ist, was ein Paar und was ein ungleiches Paar ist.’«

Barbara Wegmann, Titel-Magazin

»Ein irrlichternd komischer Roman, der augenzwinkernd männlichen Eifersuchtswahn in eine überaus unterhaltsame Komödie verwandelt.«                                                  

Focus

»Selten gab es einen intelligenteren Roman über Altern und Tod, über Liebe und Sexualität.«

Echo

Pressestimmen

»Ein perfektes Kunstwerk. Gibt es das? Ein perfektes Kunstwerk, dem die Quadratur des Kreises gelingt, leicht und substanzvoll, tiefsinnig und unterhaltsam zugleich zu sein? Und ist es möglich, grundlegende Fragen der Literatur und der Politik, der Liebe und der Sexualität, des Alters und des Todes auf knapp 165 Seiten so locker und doch so fesselnd abzuhandeln, dass man den schmalen Band in einem Atemzug zu Ende liest? Und wie ist es zu erklären, dass dieser urbane und kosmopolitische Roman ausgerechnet aus Chile kommt, das durch einen Militärputsch traurige Berühmtheit erlangt hat und hierzulande mit exotischer Kolportage à la Isabel Allende gleichgesetzt wird? …

Nicht nur die Auflösung, auch die einzelnen Stationen der rasant überdrehten Geschichte halten so viele Überraschungen bereit, dass Jorge Edwards´ Roman mit dem spannendsten Krimi konkurrieren kann – ein Erotikthriller, der nicht vom Bestseller-Fieber befallen ist und keine Konzessionen an den vermeintlichen Publikumsgeschmack macht. Lateinamerikanische Literatur, die im deutschen Sprachraum ihresgleichen sucht.«

Hans Christoph Buch, Die Zeit

»Jorge Edwards’ kleiner Roman ist ein formales Meisterstück. Eine höchst kunstvolle Komposition aus Überlagerungen und Spiegelungen, die sich arabesk um das Gemälde Courbets ranken. erzählt mit einer stilistisch komplexen und zugleich leichten Sprache, in der sich bestechende Sätze von existenzieller Lakonie finden.

Edwards entwickelt eine authentische Liebes-, Freundschafts- und Eifersuchtsgeschichte, die mitreißt und unaufdringlich den politischen Hintergrund spiegelt. Eine zur gleichen Zeit reale und symbolistisch bis ins Mythische überhöhte Erzählung voller Humor und Sinnlichkeit.«

Michaela Schmitz, Berliner Literaturkritik

»Edwards ist ein ebenso gewitzter wie nüchterner Romancier. Seine Prosa hat wenig gemein mit dem erzählerischen Überschwang von Gabriel García Marquez oder Mario Vergas Llosa, den Boom-Autoren Lateinamerikas. In unprätentiöser Sprache und mit viel Sinn für Komik beschrieb er in seinen frühen Werken vor allem die Umtriebe der bürgerlichen Gesellschaft Chiles. In »Der Ursprung der Welt« zeigt sich Edwards als abgeklärter Erzähler, der souverän mal mit dem Kriminalroman kokettiert, mal ohne ersichtlichen Grund die Perspektive wechselt, seinen Protagonisten fröhlich andere Autoren zitieren läßt oder ihnen erlaubt, selbstreflexiv vor sich hinzuplaudern.«

Jennifer Wilton, Der Spiegel

»Dieser psychologische Roman ist nahezu perfekt: hart, klar und trocken erzählt, auch gerade deshalb so intensiv; weltläufig, kultiviert – aber ohne Insistenz und Pedanterie; leicht bei aller Härte, sogar etwas reißerisch, spannend auf jeden Fall. Er ist vor allem souverän geschrieben – auch und gerade in seiner formalen Unbekümmertheit.«

Hans-Martin Gauger, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»In Der Ursprung der Welt zeichnet Jorge Edwards mit Zuneigung und viel Ironie das Bild einer Emigrantengemeinde in Paris, der heimlichen Hauptstadt aller Latinos. Er beschreibt die kleinlichen Revierkämpfe der Chilenen, ihren orthodoxen Glauben an den Kommunismus und das Trauma Exil. Auch als feinfühlige Studie über Liebe, Leid und Leidenschaft im Alter empfiehlt sich das Buch. Wie sagt Seneca, von Jorge Edwards so gern zitiert: ´Dieser Tag, den wir leben, teilen wir mit dem Tod` Aber traurig ist er nicht, der kleine Roman. Frisch ist er, frech und weise. Oder, wie Mario Vargas Llosa nach der Lektüre befand: Großartig, komisch, unterhaltsam.«

Uwe Scheffler, DeutschlandRadio Kultur

»In einer Mischung von unbändiger lateinamerikanischer Fabulierfreude, spanischer Melancholie im Geiste von Cervantes und französischem Esprit, gelingt Jorge Edwards eine grausam schöne Satire: Die lächerlichen Fantasien der Alten, die sich von ihrem Jugenddrang nicht lösen können. Wer der geliebten „Don Quijote“- Lektüre noch eine Steigerung hinzufügen möchte, wird seine helle Freude an Jorge Edwards haben.«

Wolf Peter Schnetz, Nürnberger Nachrichten

»Wer im kleinen Liebesroman »Der Ursprung der Welt« des chilenischen Schriftstellers Jorge Edwards liest, den weht eine Welt an, die mit dem 20. Jahrhundert untergegangen ist und über die sich schon längst die nächste historische Schicht gelegt hat, die man das postideologische Zeitalter taufte. Jorge Edwards, der preisgekrönte, große alte Mann der chilenischen Literatur, nimmt einen aber noch einmal mit in die Welt davor, in der noch Orthodoxien nachwirken, obwohl sie eigentlich längst abgetan sind, eingeholt von der Wirklichkeit, widerlegt von den Umstürzen. …

In Patricios Suche nach der Wahrheit im Betrug spiegelt sich nichts als enttäuschte Liebe zu den Idealen. Das Private ist in Edwards’ vorzüglichem Liebesroman noch einmal, ein allerletztes Mal politisch. Wie lange ist nur das 20. Jahrhundert her.«

Tobias Rüther, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

»Traurig ist er nicht, der kleine Roman. Frisch ist er, frech und weise. Oder, wie Mario Vargas Llosa nach der Lektüre befand: großartig, komisch, unterhaltsam.«

Benjamin Jakob, Neues Deutschland

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