Die Stadt im 20. Jahrhundert

Die Stadt im 20. Jahrhundert

Visionen, Entwürfe, Gebautes

Sachbuch. 2011
912 Seiten. 2 Bände im Schmuckschuber. Großformat.. Klappenbroschur. Mit vielen Abbildungen.
148,– €
ISBN 978-3-8031-3633-6
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Das Opus Magnum des Architekten und Architekturhistorikers Vittorio Magnago Lampugnani über die Architektur der Stadt im 20. Jahrhundert: eine Ideengeschichte, eine Baugeschichte, eine Kulturgeschichte.

Warum hat eine Stadt zu ihrer speziellen räumlichen, physischen und ästhetischen Form gefunden? Lampugnani beantwortet diese Frage, indem er aus europäischer Perspektive Städte in der ganzen Welt betrachtet. Sein Buch basiert auf der Beobachtung, dass sich der Städtebau seit Jahrzehnten aufspaltet in die Architektur einerseits und die Stadtplanung andererseits. Befasst sich die Architektur mit dem Entwurf einzelner Bauwerke, so konzentriert sich die Stadt planung auf die Ausweisung von Nutzflächen und die Erfüllung von funktionalen, vor allem verkehrstechnischen Anforderungen, ohne räumliche oder gar ästhetische Vorstellungen zu entwickeln. Diese Spaltung zwischen Poesie und Zahlen – wie Lampugnani es formuliert – muss rückgängig gemacht werden, auch das zeigt er mit diesem Buch.
Ein Kompendium aus zahlreichen Einzelstudien, die sich zu einem noch nie dagewesenen Gesamtbild der Stadt des 20. Jahrhunderts fügen.
Über 640 meist großformatige und farbige Abbildungen – Stadtpläne, Entwürfe, Zeichnungen, Architekturphotographien, Luftaufnahmen – bereiten ein überraschendes visuelles Vergnügen und ermöglichen einen neuen Blick auf die Städte Europas und der Welt.

Vittorio Magnago Lampugnani

© Marvin Zilm

Vittorio Magnago Lampugnani

Vittorio Magnago Lampugnani, geboren 1951 in Rom, ist einer der international bedeutendsten Stadtwissenschaftler. Nach Stationen in Stuttgart, Harvard, Berlin und Frankfurt am Main lehrte Lampugnani als Professor für Geschichte des Städtebaus an der ETH Zürich. Von 1990 bis 1994 war er Direktor des Deutschen Architektur-Museums und konzipierte zahlreiche wichtige Ausstellungen in Washington, Berlin, Mailand und Venedig. Sein Forschungsschwerpunkt liegt bei den Grundlagen zu Geschichte und Theorie der Architektur und des Städtebaus.

»Lampugnani schaut in die Vergangenheit, um für die Gegenwart zu lernen. Und er versteht es, seine Erkundungen anschaulich zu erzählen und mit viel Material zu unterfüttern. Eine Fundgrube auch für Architekturkenner und zudem ein Lesebuch.« art

Pressestimmen

Der Architekturhistoriker und Urbanist Vittorio Magnago Lampugnani legt sein Opus Magnum vor, eine minutiöse Untersuchung über die letzten 100 Jahre Stadtgeschichte. In fast 30-jähriger Forschungsarbeit hat er die Entwurfs-Strategien und urbanen Modelle zusammengetragen, die für das 20. Jahrhundert prägend gewesen sind. Herausgekommen ist ein über 900-seitiges Kompendium, das in seinem Detailreichtum seinesgleichen sucht. Lampugnanis Buch ist, was die behandelten Themen betrifft, von enzyklopädischer Vollständigkeit, die Seiten sind mit grandiosem und schwer auffindbarem Bildmaterial garniert und wunderbar umbrochen. Jedes der 28 Kapitel kann auch als Einzel-Essay für sich bestehen.

Christian Gampert, Deutschlandfunk

 

In aller Ausführlichkeit, schön illustriert und fein gedruckt, dokumentiert Lampugnanis Werk die einander verdrängenden, sich wechselseitig überlagernden Absichten, Moden und Ethiken urbanistischer Intervention im 20. Jahrhundert. Weil die Einzelergebnisse so unterschiedlich sind wie die untersuchten Strukturen, gliedert er die beiden Bände in 28 Kapitel, die recht eigenständige Essays darstellen, in denen wiederum charakteristische Erscheinungsformen des Städtischen destilliert werden. All dem Dargebotenen unterliegt, gleichsam als Subtext, das Ideal der europäischen Stadt. Folgerichtig sieht der Autor seine Aufgabe gewissermaßen darin, die mitunter großen, häufig eher großspurigen urbanen Visionen, die das 20. Jahrhundert geprägt haben, zu durchleuchten.

Robert Kaltenbrunner, Frankfurter Rundschau

 

Lampugnani schaut in die Vergangenheit, um für die Gegenwart zu lernen. Und er versteht es, seine Erkundungen anschaulich zu erzählen und mit viel Material zu unterfüttern. Eine Fundgrube auch für Architekturkenner und ein Lesebuch für den kommenden Winter.

art

 

Das Werk entpuppt sich als gründliche, rundum erschöpfende Summe von Lampugnanis Forschungen zu den wichtigsten Denkern, Entwerfern und Bewegungen, die im kurzen 20. Jahrhundert mehrheitlich die Uhren auf null stellen und die Stadt neu erfinden wollten. Seine ungeheure Stoffmenge bewältigt er durch die beherzte Gliederung in 28 selbständige Vorlesungen, die anstelle des Elends chronologischer Aufzählungen neue Zusammenhänge über Ländergrenzen und Einzelbiographien hinaus herstellen. Leser, die wissen wollen, warum in unserem Jahrhundert die Menschen nicht mehr am langen Arm der großen Systembaumeister wie einst die Obdachlosen auf Le Corbusiers Heilsarmee-Schiff schwimmen wollen, finden in diesem Buch reichlich Belege.

Michael Mönninger, FAZ

 

Das Werk glänzt durch eine klare und gut lesbare Sprache, eine ausgezeichnete Bebilderung – und nicht zuletzt durch das umfassende Wissen seines Autors, der hier in Auswahl und Durchdringungstiefe das vierzig Jahre alte Parallelwerk Leonardo Benevolos erkennbar übertrifft: Entstanden ist ein Handbuch zu architektonischen Strategien des 20. Jahrhunderts im Umgang mit dem Phänomen Stadt. Fortan wird man zum ‚Lampugnani' greifen.

Andrea Denk, Der Architekt

 

Der italienische Architekturhistoriker Vittorio Magnago Lampugnani legt mit ‚Die Stadt im 20. Jahrhundert' ein ungeheuer aufregendes, lehrreiches und mitreißendes Werk vor. Wunderbar gestaltet und reich bebildert, bietet es einen Abriss internationaler architektonischer Strömungen, beleuchtet die Schnittstellen zwischen Kunst und Architektur und präsentiert Gebäude in New York, Mailand, Berlin, Wien, Paris, Neu Delhi, Tel Aviv oder Mexiko City ebenso wie niemals realisierte Pläne. Dadurch wird das zweibändige Werk auch für den Laien zu einem inspirierenden kulturgeschichtlichen Lesebuch. Immer wieder verweist der Autor auf ethische und politische Implikationen des Städtebaus und versorgt uns en passant mit biographischen Details schillernder Architekten. Nach der Lektüre betrachtet der Leser seine Stadt mit neuen Augen.

Maike Albath, Deutschlandradio Kultur

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