Der Radfahrer von Tschernobyl
Javier Sebastián Luengo

Der Radfahrer von Tschernobyl

Übersetzt von Anja Lutter

WAT [711]
17. September 2013

224 Seiten. 1. Auflage

11,90 €
ISBN 978-3-8031-2711-2
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Javier Sebastián setzt den namenlosen Opfern und verleugneten Helden von Tschernobyl ein literarisches Denkmal – so spannend wie ein Abenteuerroman und mindestens ebenso informativ wie das beste Sachbuch zum Thema.

Auf dem Weg nach Paris zur Internationalen Generalkonferenz für Maß und Gewicht wird der spanische Delegierte und namenlose Erzähler dieses außergewöhnlichen Romans Zeuge davon, wie ein alter Mann in einem Fastfood- Restaurant ausgesetzt wird. Mehr oder weniger unfreiwillig nimmt er sich des Fremden an, auf dessen Unterarm eine geheimnisvolle Tätowierung in kyrillischen Buchstaben prangt. Als sich herausstellt, dass es sich bei dem Alten um den Atomphysiker Wassili Nesterenko handelt, dank dessen Intervention damals in Tschernobyl noch Schlimmeres verhindert werden konnte, verwischen sich die Grenzen zwischen Fiktion und Fakten vollends: Sebastián entführt uns aus Paris nach Prypjat, der Retortenstadt in unmittelbarer Nähe des Reaktors, und erzählt eindringlich die Schicksale seiner Bewohner. Sie verdanken Nesterenko – oder Wassja, wie der Radfahrer von Tschernobyl von ihnen liebevoll genannt wird – nicht nur ihr Leben, sondern auch ihre Zukunft: Unbeeindruckt von der staatlichen Repression tut Nesterenko alles dafür, den Opfern von Tschernobyl den Alltag nach der Katastrophe wenigstens ein bisschen zu erleichtern.

»Ein Meisterwerk der unsentimentalen Vergegenwärtigung – einer Katastrophe, eines Schicksals, einer Lebenstragödie.« Gregor Ziolkowski, Deutschlandradio
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