Das Leben des Giuliano da Maiano, Rossellino, Desiderio da Settignano und Benedetto da Maiano
Übersetzt von Victoria Lorini
168 Seiten. 1. Auflage. Broschiert. Mit zahlreichen, z.T. farbigen Abbildungen
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Fünf italienische Bildhauer der Renaissance, deren Werke dem Reisenden durch die Toskana beinahe überall begegnen.
Den Bildhauer und Architekten Giuliano da Maiano zeichnet Vasari als erfolgreichen und vielbeschäftigten Künstler im Dienst der Mächtigen seiner Zeit, der nicht nur in Florenz zu Ruhm gelangte, sondern auch am aragonesischen Hof in Neapel und am päpstlichen Hof in Rom. Die Brüder Antonio und Bernardo Rossellino führten eine der wichtigsten Bildhauerwerkstätten in Florenz. Bernardo Rossellino war darüber hinaus Architekt, der von Papst Nikolaus V. mit einer umfassenden städtebaulichen Erneuerung der Stadt Rom beauftragt worden sein soll. Pius II. (Piccolomini) berief ihn nach Pienza. Die Werke des Desiderio da Settignano zeichnen sich laut Vasari vor allem durch ihre grazia (Anmut) aus. Zusammen mit Antonio Rossellino markiert Desiderio den Übergang von der Ära Donatellos zu jener Michelangelos. Benedetto da Maiano behandelt Vasari ungerecht, weil er lange Zeit hölzerne Intarsien angefertigt habe, eine Kunst, die Vasari nicht schätzte. Deshalb mutmaßt er, dass Benedetto diese Kunst aus Scham aufgegeben habe, um sich der ungleich höher bewerteten Bildhauerei und Architektur zuzuwenden.

© Kunsthistorisches Institut Florenz
Alessandro Nova
Alessandro Nova, geboren in Mailand, ist Professor für Kunstgeschichte mit dem Schwerpunkt Renaissance an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und seit 2006 Direktor des Kunsthistorischen Instituts (Max-Planck-Institut) in Florenz. Er ist der Initiator und Herausgeber der bei Wagenbach erscheinenden EDITION GIORGIO VASARI.
Giorgio Vasari
Giorgio Vasari, geboren 1511 in Arezzo in der Toskana, war ein Universalgenie: Maler, Architekt (u. a. als Baumeister der Uffizien), Berater der Medici, Kunstsammler und Historiker. Sein Hauptwerk sind die »Leben der hervorragendsten Künstler«, kurz: »Le vite«, erstmals erschienen 1550 und im Laufe der Jahre erweitert. Vasari starb 1574 in Florenz.
