Die Komponistin
Übersetzt von Alexandra Baisch
224 Seiten. 14 x 22 cm. Gebunden
Paris, Ende des 19. Jahrhunderts: Mélanie klappt den Deckel hoch und bringt sich das Klavierspielen selbst bei. Ebenso wie später das Komponieren, Lieben, Warten, Lügen, Trauern. Ein beispielloses Frauenleben, ein musikalischer Liebesroman.
Mélanie Bonis wächst in einfachen Verhältnissen auf, leicht hat sie es nicht. Für Mädchen sind die Regeln streng, die Spielräume begrenzt. Doch Mélanie spielt – Klavier. Sie wird entdeckt, gefördert und am Pariser Konservatorium aufgenommen, sie studiert Komposition als eine von wenigen Frauen, unter ihren Kommilitonen sind Claude Debussy und Eric Satie. Sie lebt in der Musik, übt und komponiert und verliebt sich in den jungen Sänger Amédée-Louis Hettich. Es ist eine verbotene Liebe, die von den Eltern unterbunden wird und doch unzerstörbar bleibt. Die Konventionen, ihre Familie und Gottes Gebote zwingen sie in einen engen Rahmen, doch aus Mélanie wird Mel Bonis, Komponist. Alissa Wenz, Schriftstellerin und selbst Musikerin, nähert sich der historischen Figur über ihr Werk, sie liest zwischen den Noten und erfindet den Rest. Komponiert wie ein Musikstück, rhythmisiert und melodisch, ist dieser Roman die Geschichte einer Emanzipation und ein literarisches Denkmal für eine vergessene Künstlerin.
