Die Kunst der Dekolonialisierung

Die Kunst der Dekolonialisierung

Vom Aufbruch der afrikanischen Moderne und ihrer planetaren Vision

KKB [98]
ersch. 12. März 2026

240 Seiten. 14 x 22 cm. Broschiert. 30 farbige und 5 s/w-Abbildungen

Print 24,– € / E-Book 19,99 €
ISBN 978-3-8031-5198-8

als ePub kaufen (19,99 €)

Die erste umfassende Untersuchung des künstlerischen Aufbruchs in Afrika nach dem Ende des Kolonialismus, die die aktuellen Debatten um kulturelle Dekolonialisierung und Restitution in neuem Licht erscheinen lässt.

Der bedeutende Einfluss afrikanischer Masken und Statuen auf Strömungen wie den Kubismus, Surrealismus oder Expressionismus ist mittlerweile geläufig. Kaum bekannt ist jedoch, wie Picasso und Co. mit ihrer Rezeption der vermeintlich »primitiven Kunst« wiederum nach Afrika zurückwirkten. Ausgerechnet im Zuge der kulturellen Selbstverständigung und des künstlerischen Aufbruchs nach dem Ende des Kolonialismus sollten sie dort eine entscheidende Rolle spielen. In ihrer bahnbrechenden Schilderung der philosophischen und künstlerischen Avantgardebewegung Westafrikas rekonstruiert Judith Rottenburg die Herausbildung des heute wieder aktuellen »Négritude«-Konzepts in der Pariser Diaspora und seine praktische Weiterentwicklung im Senegal. Und sie zeigt, wie die Künstler bei dem Versuch, eine neue, spezifisch afrikanische Ausdrucksform zu finden, über die Grenzen des Kontinents hinausschritten und einen universalistischen Horizont eröffneten, in dem eine zukunftsweisende Perspektive des Verhältnisses von Mensch und Natur aufscheint. Eine Untersuchung, die nicht nur faszinierende Werke und große Künstler dem Schatten postkolonialer Ignoranz entreißt, sondern auch der gegenwärtigen Debatte um das afrikanische Kulturerbe und seiner Beziehung zu Europa neue Impulse gibt.

Judith Rottenburg

© privat

Judith Rottenburg

Judith Rottenburg ist Kunstwissenschaft­lerin und freie Autorin und lebt in Berlin. Nach Forschungsaufenthalten in Dakar, Paris und New York und einer Promotion in München war sie Wissenschaftliche Mit­arbeiterin im Forschungsverbund ›Bilder­fahrzeuge. Aby Warburgs Vermächtnis und die Zukunft der Ikonologie‹ an der HU Berlin. Derzeit befasst sie sich im Team von Bénédicte Savoy an der TU Berlin mit den aktuellen epistemologischen und politi­schen Dimensionen der Kunst und Kultur aus Kamerun in deutschen Museen.

...zurück
* Alle Preise inkl. MwSt. ggfls. zzgl. Versandkosten