Nie sollst Du mich befragen
Übersetzt von Maja Pflug
144 Seiten. Fadengeheftet. Rotes Leinen
Kleine Texte – große Kunst: Ginzburg versteht es, alltägliche wie bedeutsame persönliche Erfahrungen so zu beschreiben, dass sie eine ganze Welt erklären.
Natalia Ginzburg schreibt in diesen Erzählungen an ihrer Autobiografie weiter. Sie denkt nach über Kindheit und Alter, über ihren Alltag und ihr Arbeitsleben. Und fragt immer wieder, was es heißt, zusammenzuleben, mit dem Partner, den man liebt, in der Familie, in der Gesellschaft. Wie man miteinander spricht und wie schwer es doch oft ist, einander zu verstehen. Scheinbar bescheiden lässt Ginzburg die großen Ereignisse und Gefühle beiseite und beschränkt sich auf das Persönliche. Staunend beinahe und mit gelassener Präzision erzählt sie das Private so, dass es sofort allgemein verständlich wird und wir auf dem Umweg durch die Innenwelt die Außenwelt erkennen.

© Verlag Klaus Wagenbach
Natalia Ginzburg
Natalia Ginzburg, 1916 in Palermo geboren, verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Turin. 1938 heiratete sie den Slawisten Leone Ginzburg, der 1944 in einem römischen Gefängnis von deutschen Soldaten ermordet wurde. Nach dem Krieg lebte Ginzburg in Turin, ab 1952 mit ihrem zweiten Mann, dem Anglistik-Professor Gabriele Baldini, in Rom. Beinahe Zeit ihres Lebens arbeitete sie für den Einaudi Verlag. Ab 1983 war sie unabhängige Parlamentsabgeordnete. Sie zog vier Kinder groß. 1991 starb Natalia Ginzburg in Rom. Ihr Werk umfasst Romane, Erzählungen, Theaterstücke und Essays.
