Die Würde des Menschen ist antastbar

Die Würde des Menschen ist antastbar

Aufsätze und Polemiken

Mit einem Nachwort von Klaus Wagenbach.

Politik. 2004
192 Seiten. Broschiert
10,90 €
ISBN 978-3-8031-2491-3
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Die wichtigsten Texte Ulrike Meinhofs.

85.000 verkaufte Exemplare:
Diese »Aufsätze und Polemiken« sind ein Beispiel von entschiedenem Journalismus, der nicht vor den Höhen der Macht skandiert, sondern den politischen Widerspruch aufzufinden versteht, und zugleich ein Abriss deutscher Nachkriegsgeschichte: Sie analysieren die Unfähigkeit der Verarbeitung des Nazismus und die eilige Rekonstruktion der Macht, sie beschreiben das Verkümmern der Demokratie am Fall des Einzelnen – seine Würde wird antastbar.

Ulrike Marie Meinhof

© Verlag Klaus Wagenbach

Ulrike Marie Meinhof

Ulrike Meinhof wurde 1934 in Oldenburg geboren. Studium der Philosophie, Pädagogik, Soziologie und Germanistik in Marburg, Münster und Hamburg. Mitkämpferin der Anti-Atomwaffenbewegung der Jahre 1958/59. Von 1959 bis 1969 war sie Mitarbeiterin bei der Zeitschrift »konkret«, von 1962 bis 1964 deren Chefredakteurin. Sie war die erste, die das Heimkinderelend der sechziger Jahre durch Originalinterviews, das Buch und den Film »Bambule« öffentlich machte. Nach Protesten gegen den Vietnamkrieg und die Notstandsgesetze ging sie 1970 in den Untergrund, wurde 1972 verhaftet und starb 1976 im Gefängnis in Stammheim.

Pressestimmen

»Wer die Neuauflage von Ulrike Meinhofs Artikeln liest, begreift, warum die Wunden nicht verheilt sind. Denn die chronologische Darstellung von Ulrike Meinhofs Schriften verdeutlicht den seit 1959 wachsenden Unmut über die restaurativen Tendenzen im Nachkriegsdeutschland, die mit einer emotionslosen Dialektik aufgezeigt und bloßgestellt werden. Ulrike Meinhofs Gesellschaftsanalysen haben auch heute nichts von ihrer Aktualität verloren.«

Guy Kempfert, Tagesanzeiger

»Manchmal hat man den Eindruck, als müsse Ulrike Meinhof auch sich selbst Hoffnung suggerieren, wo keine ist, als müsse sie sich einreden, dass es die Wendung ins Konstruktive noch geben kann. Aufgrund dieses Umstandes werden ihre Artikel klug. Sie verlieren sich nicht in Zynismus oder Blökerei; sie haben stattdessen ein Anliegen, und dieses Anliegen zwingt die Autorin, nach einem möglichen Ausweg zu suchen. Die Mühe, die durch diese Suche bedingt wird, spürt man. Und darin liegt wahrscheinlich der eigentümliche Ernst.«

Michael Wildenhain, Freitag

»Die hier abgedruckten Texte entstanden zwischen 1955 und 1965 und konkret hatte seine hohe Auflage von 200.000 Stück sicherlich auch der Meinhof zu verdanken, die pointiert Dinge aussprach, an die sich sonst keiner rangewagt hätte. Neben den legendären Texten zur Warenhausbrandstiftung, Vietnam, Enteignet Springer! oder einem Text zu Nixon, finden Sie auch Kolumnismus und Aktenzeichen xy – aufgelöst! (sic!) in dieser Kolumnensammlung. Die intellektuelle und sprachliche Kapazität dieser Autorin ist mindestens so berüchtigt wie Baader-Meinhof berühmt. Dass die Meinhof vielmehr zu bieten hatte als die ganze RAF zusammen, zeigt diese Textsammlung zur „Vorgeschichte“ von 1968.«

Alfred Ohswald, buchkritik

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