André Gorz und die zweite Linke

André Gorz und die zweite Linke

Die Aktualität eines fast vergessenen Denkers

Aus dem Französischen von Eva Moldenhauer

WAT [785]. 2017
176 Seiten. 12 x 19 cm. Broschiert
13,90 €
ISBN 978-3-8031-2785-3
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Der lange Brief von André Gorz an seine Frau Dorine kurz vor ihrem gemeinsamen Freitod machte ihn schlagartig weltberühmt. Seine hingegen weitgehend in Vergessenheit geratenen politischen Analysen sind in den gegenwärtigen politischen und ökonomischen Krisen gerade heute unverzichtbar.

Als Kritiker des Kapitalismus und der Wachstumsideologie, Vordenker einer politischen Ökologie und Atomgegner sowie als unorthodoxer Soziologe der Arbeitswelt hat André Gorz in gut zwanzig Büchern seine Ideen entfaltet. Als einer der Ersten forderte er ein »bedingungsloses« Grundeinkommen.

Vollständig wird das Bild dieses außergewöhnlichen Mannes allerdings erst, wenn man seine Biographie in den Blick nimmt, in der sich der drangsalierte österreichische »Halbjude« im Schweizer Exil zum frühen Weggefährten Jean-Paul Sartres entwickelte. Er beflügelte als stellvertretender Chefredakteur des »Nouvel Observateur« die Debatten der Pariser Intellektuellen, blieb unter ihnen aber gleichzeitig immer ein Außenseiter.

Der Band enthält in Deutschland noch nie erschienene, erstmalig übersetzte Texte von André Gorz über Arbeit, Medizin und Technik ebenso wie biographische Informationen und kritische Würdigungen von Constanze Kurz, Otto Kallscheuer, Claus Leggewie, Petra Gehring, Sarah Speck, Karena Kalmbach, Wolfgang Stenke und Stephan Lessenich, deren eigenes Denken und Handeln stark von ihm beeinflusst sind oder die sich neuerlich von ihm inspirieren lassen.

Claus Leggewie

© Stiftung Mercator, Essen. Georg Lukas

Claus Leggewie

Claus Leggewie ist, nach zehn Jahren Leitung des kulturwissenschaftlichen Instituts in Essen, Ludwig-Börne-Professor an der Universität Gießen und arbeitet außerdem als freier Publizist.

Wolfgang Stenke

Wolfgang Stenke

Wolfgang Stenke ist Radiojournalist und arbeitet vor allem für Kulturredaktionen von WDR und Deutschlandfunk. Seine Schwerpunkte sind Dokumentationen zur Zeitgeschichte und Rezensionen historisch-politischer Literatur.
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