Blaue Flecken auf der Seele

Blaue Flecken auf der Seele

Aus dem Französischen von Eva Brückner-Pfaffenberger

SALTO [267]. 17.3.2022
144 Seiten. Rotes Leinen. Fadengeheftet
20,– €
ISBN 978-3-8031-1366-5
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Es lebt sich gut in der Villa an der Côte d’Azur, wo das leicht dekadente Geschwisterpaar Éleonore und Sébastien van Millhem sich einen Sommer lang aushalten lässt. Wieder zurück in Paris müssen dann unter einigem Körpereinsatz neue Geldquellen aufgetan werden.

Frankreich in den frühen siebziger Jahren. Die schönen Geschwister aus Schweden haben noch nie gearbeitet. Und daran soll sich nichts ändern, obwohl sie inzwischen nicht mehr jung sind und es allmählich etwas mühevoll wird, spendable Gönner aufzutreiben. Abwechselnd und durchaus lustvoll geben sie sich hin für Kost und Logis und versetzen für ein luxuriöses Diner notfalls die letzten Ohrringe. Ein wenig müde sind sie ihres ziellosen Daseins aber doch, was der Autorin Gelegenheit gibt, sich selbst und ihre eigenen kleinen Erkenntnisse über Politik und Erotik, Freiheit, Überdruss und Einsamkeit in die Handlung einzuflechten. Wie Marionetten setzt sie ihre Figuren in die mondäne Pariser Szenerie, die Fäden, an denen sie hängen, sind jederzeit sichtbar.

Dieser modernistisch verspielte Roman von Françoise Sagan spiegelt sich auf intelligente, kurzweilige Weise in sich selbst.

Françoise Sagan

Françoise Sagan

Françoise Sagan (1935–2004) war eine der bekanntesten französischen Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Siebzehnjährig mit ihrem Romandebüt »Bonjour Tristesse« berühmt geworden, schrieb sie zahlreiche Romane, Chansons und Theaterstücke. Umstritten, meinungsstark und absolut, großzügig und mondän, lebte sie ein schnelles, gefährliches Leben, immer auf der Flucht vor Einsamkeit und zugleich auf der Suche nach Freiheit. Bei Wagenbach lieferbar sind die Romane »Ein gewisses Lächeln« und »Lieben Sie Brahms…«

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