Afrikanische Europäer

Afrikanische Europäer

Eine unerzählte Geschichte

Sachbuch. 17.3.2022
304 Seiten. Gebunden mit Schutzumschlag
Buch 28,– € / E-Book 24,99 €
ISBN 978-3-8031-3712-8
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Eine faszinierende neue Sicht auf die Geschichte Europas: Olivette Otele untersucht die lange verdrängte Rolle Schwarzer Menschen. Ein Standardwerk für ein neues kulturelles Selbstverständnis, das afrikanisch-europäisch sein wird.

Die Bewegung Black Lives Matter hat die Lebenswelten Schwarzer Menschen auch in Europa in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Doch was die Geschichte anbelangt, bleibt die Schwarze Präsenz auf dem Kontinent weiterhin ausgespart. Mit ihrer fulminanten historischen Gesamtdarstellung, die von Schweden über Deutschland bis nach Griechenland führt, füllt Olivette Otele endlich diesen allzu weißen Fleck in der Geschichtsschreibung Europas.

Otele erzählt von Personenschicksalen und Schauplätzen der Begegnung, vom engen Austausch zwischen Afrika und Europa, der mit den römischen Expansionsbewegungen begann und im historischen Verlauf heute oftmals vergessene Schwarze Heilige, Herrscher und Intellektuelle hervorbrachte. Auf diese Weise macht sie die Konjunkturen der mitnichten immer gleichbleibenden Unterdrückung Schwarzer Menschen fassbar: den Terror der Sklaverei, Schwarze Körperlichkeit und ihre Exotisierung, ebenso aber auch die Schwarzen Widerstandsbewegungen und Bruderschaften, die für die Freiheit kämpften und die Vorgeschichte der Proteste unserer Tage darstellen.

Mit politischer Verve, aber mit Blick für die Ambivalenzen zeichnet Otele das revolutionäre Bild eines immer schon »afrikanischen« Europas, das nötig ist, um die Auseinandersetzungen der Gegenwart und der Zukunft zu verstehen.

Olivette Otele

© JLK

Olivette Otele

Olivette Otele, 1970 geboren in Yaoundé/Kamerun, studierte an der Pariser Sorbonne und ist heute Professorin für die Geschichte der Sklaverei an der Universität Bristol. Sie ist die erste Woman of Colour überhaupt, die im Vereinten Königreich eine Geschichtsprofessur bekleidet. Zudem amtiert sie als Vizepräsidentin der Royal Historical Society. Sie gilt als eine der wichtigsten Forscherinnen zur Schwarzen Geschichte, wobei ein Schwerpunkt ihrer Arbeit auf dem kollektiven Gedächtnis in postkolonialen Gesellschaften und afroeuropäischen Erinnerungskulturen liegt. Sie tritt international regelmäßig in den Medien auf und wurde von der BBC 2019 zu einer der 100 inspirierendsten Frauen gewählt. Sie twittert unter @OlivetteOtele.

»Faszinierend … Eines der großen Vergnügen des Buches ist die Vorstellung so vieler erinnerungswürdiger Personen und auch wenn es sich um eine historische Synthese handelt, ist es ungewöhnlich reichhaltig und vielschichtig.«     The Guardian

»Das Buch füllt eine Leerstelle und liest sich weg wie ein Roman. Im Kampf gegen »Infantilisierung, Bestialisierung, Distanzierung und Ausgrenzung« afroeuropäischer Mitmenschen ist Olivette Oteles Buch ein unbedingt notwendiger Leitfaden.«     Junge Welt

»Zu den Vorzügen von Oteles Studie gehört die Verknüpfung der Geschichten von ‚gewöhnlichen‘ und ‚außergewöhnlichen‘ Persönlichkeiten, um auf diese Weise die Komplexität des afroeuropäischen Erbes deutlich zu machen.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung

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