Haiti

Haiti

Nachruf auf einen gescheiterten Staat

WAT [648]. 2010
192 Seiten. Broschiert
12,90 €
ISBN 978-3-8031-2648-1
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Schon lange vor dem verheerenden Erdbeben war Haiti zusammengebrochen, ein Staat nur noch auf dem Papier. Hans Christoph Buch beleuchtet aber auch die vergessene Erfolgsgeschichte der ehemals reichsten französischen Kolonie, wo die Sklaven erfolgreich den Aufstand probten.

Das Erdbeben vom 12. Januar 2010 hat allein in Port- au- Prince mehr Menschen getötet als die Tsunami- Katastrophe in Südasien 2006, und es hat Haitis Hauptstadt buchstäblich am Boden zerstört. Aber auch die staatliche Infrastruktur liegt in Trümmern: Als eigenverantwortlich handelndes Völkerrechtssubjekt hat Haiti schon vor dem Erdbeben zu existieren aufgehört und steht heute faktisch unter der Vormundschaft der UN.
Dabei begann alles mit einer Erfolgsgeschichte, die ebenso spektakulär wie einzigartig war: Die Selbstbefreiung der Sklaven in Frankreichs reichster Kolonie Saint Domingue, ein gelungener Spartakus- Aufstand, der im Januar 1804 zur Gründung der Republik Haiti führte. Auf der Grundlage zahlreicher Primärquellen erweckt Hans Christoph Buch General Toussaint Louverture, den Wegbereiter der haitianischen Unabhängigkeit, zu neuem Leben, der Napoleon schon lange vor 1815 ein Waterloo zufügte.
Und er geht der Frage nach, warum auf den heroischen Akt der Staatsgründung eine zweihundert Jahre dauernde Agonie folgte.

Hans Christoph Buch

© Gerd Vennemann

Hans Christoph Buch

Hans Christoph Buch, 1944 in Wetzlar geborener Romanautor und Essayist, hat haitianische Vorfahren: Ende des 19. Jahrhunderts wanderte der Großvater nach Haiti aus, eröffnete dort eine Apotheke und heiratete eine Einheimische. Buch hat zahlreiche Reportagen und vier Romane über Haiti veröffentlicht. Zuletzt besuchte er seine zweite Heimat im April 2010.

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