Weiche Displays

Weiche Displays

Projektionen auf Rauch, Wolken und Nebel

KKB [5180]. 4.4.2011
160 Seiten. Gebunden. Mit sehr vielen Abbildungen
9,90 €
ISBN 978-3-8031-5180-3
vergriffen

Bühnennebel, Laserinstallationen, Lichtarchitekturen, Himmelsschriften – Gunnar Schmidt öffnet uns die Welt der flüchtigen Bilder und erklärt die wachsende Begeisterung für Medienkunst: statt einfacher Betrachtung ein Erlebnis mit allen Sinnen.

In der zeitgenössischen Kunst gibt es kaum ein Material, das nicht kunstwürdig geworden ist. Dazu gehören auch Dampf, Wolken, Rauch und Nebel, auf die mittels Lichtstrahlen Schriftzüge oder Bilder projiziert werden. Weiche Displays nennt Gunnar Schmidt diese Projektionsflächen und führt damit einen neuen Begriff in die Kunst- und Medientheorie ein. Er beschreibt ihre Geschichte vom 18. bis zum 21. Jahrhundert und verdeutlicht die Spannung zwischen traditionellen Bildern mit ihrer Repräsentationsfunktion und Bildern, die sich durch Bewegtheit, Flüchtigkeit und Unschärfe auszeichnen.

Ausgehend von den Werken der künstlerischen Avantgarde ergibt sich ein rückschauender Blick auf die historischen Vorläufer aus der Unterhaltungs- und Kommerzkultur, etwa die Rauchprojektionen der Laterna Magica oder die Himmelsschriften der Firma Henkel, die durch Wolkenprojektionen für das Waschmittel Persil warb. Was damals der Belehrung oder Bekehrung diente, wird heute zum Showeffekt oder zum ganzheitlichen Kunsterlebnis, das – wie bei dem dänischen Künstler Olafur Eliasson – jenseits der elitären Kunstwelt eine große Zahl von Besuchern in Ausstellungen und Museen lockt.

Gunnar Schmidt

Gunnar Schmidt

Gunnar Schmidt hat Anglistik, Politologie und Pädagogik studiert und habilitierte sich an der Universität Hamburg im Fach Englische Sprache und Kultur. Er arbeitet wissenschaftlich auf der Grenzlinie von Medien-, Kultur- und Literaturwissenschaft. Seit 2009 hat er eine Professur für Medienwissenschaft an der FH Trier inne. Nebenbei ist er Musiker.

»Eine bemerkenswerte kleine Monographie über die Bedeutung von Rauch, Nebel, Dampf und Wolken als Projektionsflächen.« Peter Rawert, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Pressestimmen

»Die Bedeutung von Rauch, Nebel, Dampf und Wolken als Projektionsflächen geht weit über ein paar Spukkunststückchen hinaus. Gunnar Schmidt hat aufbauend auf den von ihm sorgfältig analysierten – und dabei übrigens stets als möglich vorausgesetzten – Rauchprojektionen des 18. Jahrhunderts eine bemerkenswerte kleine Monographie über sie vorgelegt, in der er einen Bogen von der Unterhaltungskultur der späten Aufklärung bis in die Gegenwart artifizieller Nebelorte und zeitgenössischer Lichtkünste schlägt.«

Peter Rawert, Frankfurter Allgemeine Zeitung

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