NAURU

NAURU

Die verwüstete Insel

Wie der Kapitalismus das reichste Land der Erde zerstörte

Aus dem Französischen von Oliver Ilan Schulz

WAT [654]. 2018
144 Seiten. Broschiert. mit Abbildungen
11,90 €
ISBN 978-3-8031-2654-2
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Eine Reise nach Nauru, der kleinsten Republik der Erde: jahrzehntelang Zankapfel der Kolonialmächte, dann mit Vogeldung reich geworden, fiel sie dennoch Anfang des 21. Jahrhunderts in den Status eines Entwicklungslandes zurück.

Nauru ist eine winzige, einstmals paradiesische Insel, kaum 21 Quadratkilometer groß, irgendwo nordöstlich von Australien im Pazifischen Ozean. Als Anfang des 20. Jahrhunderts riesige Phosphatvorkommen auf der Insel entdeckt wurden, begann eine goldene Zeit für Nauru, das 1968 unabhängig wurde. Der kostbare Rohstoff, der zur Herstellung von Düngemitteln genutzt wird, wurde im großen Stil abgebaut und teuer verkauft. Sämtliche Konsumgüter und ein dekadenter westlicher Lebensstil wurden importiert. Korruption und Misswirtschaft kamen hinzu: Heute ist der Staat ruiniert, die Landschaft verwüstet, die Bevölkerung leidet an Diabetes und Armut.
Der französische Journalist Luc Folliet erzählt in seiner Reportage von diesem ökologischen und ökonomischen Desaster am Ende der Welt. Die unglaubliche Geschichte Naurus zeigt parabelartig, wie der kapitalistische Traum vom ewigen Wachstum innerhalb weniger Jahre in einen Alptraum umschlagen kann.

Luc Folliet

Luc Folliet

Luc Folliet ist unabhängiger Journalist und lebt in Paris. Ende 2005 reiste er erstmals nach Nauru, um selbst zu sehen, ob das alles wahr ist.

»Eine großartige Reportage, die sich auch als lehrreiche Parabel über den globalisierten Kapitalismus und seine Folgen liest.« Klaus Taschwer, Der Standard

Pressestimmen

»Dies ist eine unglaubliche Geschichte – und doch hat sie eine uns allen bekannte, kalte Logik. ‚Nauru' ist ein spannendes, lehrreiches Buch; eine Parabel darüber, wie ungebremstes Wachstumsdenken, Gewinnstreben und Konsumismus zunächst in den Reichtum, dann ins süße Nichtstun und schließlich in die Zerstörung führen. Jeder europäische Ökonom, der etwa das Geld deutscher Rentenkassen zu risikoreich anlegt, kann in Nauru bereits das daraus resultierende Desaster besichtigen. Das Buch ist eine sozialwissenschaftliche Fabel über wirtschaftliche Fehlentscheidungen, über die Gier und die menschliche Dummheit.«

Günther Wessel, Deutschlandradio Kultur

 

»Ein kleines, aber sehr aufschlussreiches Buch. Recht betrachtet ist ‚Nauru. Die verwüstete Insel' eine Parabel. Eine Parabel auf den Kapitalismus, ein Lehrstück darüber, was er aus uns macht. Der Franzose Folliet zeigt glänzend auf, wie es dazu kam, dass Nauru, das einst reichste Land der Erde, pleite ging und heute mit seinen ungefähr 9.000 Einwohnern lediglich diesen traurigen Rekord hält: das Land mit der höchsten Fettleibigkeitsquote der Welt zu sein.«

Knut Cordsen, Bayern2

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