Blumen für Zoë

Blumen für Zoë

Aus dem Französischen von Jutta Schiborr

WAT [662]. 2011
144 Seiten. Broschiert
Buch 9,90 € / E-Book 6,99 €
ISBN 978-3-8031-2662-7
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Ein französisches Roadmovie in den Vereinigten Staaten: Nostalgischer 60- jähriger verliebt sich unrettbar in 22- jährige Lolita. Ein frecher, junger Blick auf eine nicht unübliche Begebenheit.

Als Richard nach vielen Jahrzehnten von Evelyn verlassen wird, hängt er seinen Beruf an den Nagel und zieht mit dramatischer Geste in einen Altersruhesitz. Gehörig aus der Ruhe bringt ihn aber schon bald eine junge Frau namens Zoë, mit welcher der verliebte Frührentner nach Kanada aufbricht.

Auf endlosen Straßen trudelt das unwahrscheinliche Duo im Auto durch Amerika und steigt in seltsamen Motels ab. Zoë ist 22 Jahre alt, lustig, geheimnisvoll, wunderschön und bei Tisch wie im Bett unersättlich. Nur Scrabble kann ihrer überbordenden Libido mitunter Einhalt gebieten … Richard und auch der häufig telefonisch zu Rate gezogene Psychoanalytiker sind sich darin einig, dass die Sache nirgendwohin führen kann. Man ist ja nicht eben unerfahren in diesen Dingen und der Melancholie zugetan.

Antonia Kerr erzählt diese burleske Odyssee fröhlich und atemlos wie eine Salsa. Zweifellos hat sie Nabokov, Hemingway und Philip Roth gelesen, doch ihre talentierte Version dieser altbekannten Geschichte ist witzig, frisch und – trotz eines männlichen Erzählers – weiblich!

Antonia Kerr

Antonia Kerr

Antonia Kerr ist Jahrgang 1989. Sie lebte in Paris und Avignon und ist jüngst nach New York ausgewandert. Blumen für Zoë ist ihr erster Roman.

»Alter Mann verliebt sich in junge Frau: Dieses beliebte Thema variiert die junge französische Autorin Antonia Kerr mit viel Witz und Charme.« Steffen Radlmaier, Nürnberger Nachrichten

Pressestimmen

»Es ist eine unspektakuläre, aber sehr charmante Geschichte, in der sich ein bemerkenswertes handwerkliches Talent offenbart, ein frecher Humor und obendrein so etwas wie frühreife Lebensklugheit. Überraschend ist, dass die Autorin nicht die Perspektive der jungen Frau einnimmt, sondern die des alternden Mannes. Noch mehr verblüfft die Stilsicherheit, mit der sie dieses Rollenspiel durchhält und dabei mit lockerer Hand ein Amerika-Szenario hinwirft, das treffsicher irgendwo zwischen Woody Allen und Quentin Tarantino angesiedelt ist. Nabokov lässt natürlich ebenfalls grüßen. Hier hat jemand früh begriffen, dass Erzählkunst dort anfängt, wo es gelingt, stimmige Fiktion zu erzeugen und darin die Balance zwischen Komik und Rührung geschickt auszutarieren. Falls nicht irgendwann herauskommt, dass in Wirklichkeit Vater Kerr das Büchlein verfasst hat, darf man von einem starken Auftritt sprechen.«

Kristina Maidt-Zinke, Süddeutsche Zeitung

 

»Die Konstellation ist altbekannt, aus der Literatur und dem Film vielleicht noch mehr als aus der Realität, und so erinnert der Roman ‚Blumen für Zoë', erzählt aus der Perspektive des alternden Schwerenöters Harris, ein wenig an die Geschichten alter, meist US-amerikanischer Schwerenöter, an Philip Roth, Woody Allen, Ernest Hemingway, Vladimir Nabokov. Passagenweise scheint der Text mit Testosteron statt mit Tinte geschrieben, so dass man leicht vergessen kann, dass die Autorin eine Frau ist und Französin und erst 22 Jahre alt. ‚Blumen für Zoë' ist das Debüt von Antonia Kerr, ein rasantes Rollenspiel in Romanform.«

Tobias Becker, Spiegel Online

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