Zorngebete

Zorngebete

Aus dem Französischen von Sabine Heymann

Quartbuch. 2013
128 Seiten. Gebunden mit Schutzumschlag
Buch 16,90 € / E-Book 11,99 €
ISBN 978-3-8031-3248-2
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Der Alltag ist schmutzig und elend, das Glück schmeckt nach Granatapfeljoghurt, und Jbara spricht mit Allah: Wütend und demütig, klagend und dankbar, poetisch und vulgär – für den Fall, dass er doch nicht alles sieht und nicht versteht, warum sie so weit gehen konnte …

Eine Kindheit im Ziegenlederzelt, umgeben von Bergen und Wüste. Schafe als Gefährten. Nicht hinterfragte Gesetze als Norm. Jbara lebt mit ihren Eltern und Geschwistern in einem winzigen, ärmlichen Dorf und rechtet mit Allah, ihrem zugleich einzigen Vertrauten. Die Freiheit fährt zweimal pro Woche im Bus vorbei, doch eines Tages fällt – Allah sei Dank – ein rosa Koffer mit Rollen vom Gepäckdach herunter. Jbaras Aussteuer für ein neues Leben, das sie sich unter vielen Opfern und mit Einsatz ihres Körpers erkämpfen wird. Aus Jbara wird Scheherazade, aus Scheherazade schließlich Khadija. Sie verliert ihre Unschuld, ihre Heimat und zwei Zähne, doch nie ihren derben Humor und den Glauben an Gott.
Azzeddines Debüt ist ein tabuloser Monolog, das zornig- zärtliche Gebet einer jungen Frau im Maghreb, ein außergewöhnlicher Bildungsroman.

Saphia Azzeddine

© Fauve Lapijower

Saphia Azzeddine

Saphia Azzeddine, 1979 in Agadir, Marokko, geboren, zog mit neun Jahren nach Frankreich. Sie studierte Soziologie, verbrachte ein Jahr in Houston, arbeitete als Diamantschleiferin in Genf und etablierte sich dann als Drehbuchautorin und Schriftstellerin. Ihr erster Roman Zorngebete wurde bereits als Theaterstück inszeniert und ins Spanische, Italienische und Schwedische übersetzt. Bei der Verfilmung ihres zweiten Romans Mein Vater ist Putzfrau führte die Autorin selbst Regie.

»Wenn man nichts ist, nicht einmal ein Dienstmädchen, dann muss man sich durchschlagen, sich eine eigene Moral erfinden, um existieren zu können. Jbara ist eine wirkliche Feministin, die sich weigert, aufzugeben und sich zu unterwerfen.« Jean-François Chalot, Critiques libres
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